„Thema“ am 5. März: Mord an Journalisten – wie gefährlich leben Enthüllungsreporter?

Außerdem: Natascha Kampusch im Interview

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 5. März 2018, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Kampf um die Kinder – Eltern gegen Jugendamt

„Ich werde jede Woche ein-, zweimal von meinem Vater geschlagen“, erzählt Leonhard K. in der Schule. Daraufhin werden er und sein Bruder in die Obhut des Jugendamtes genommen. Leonhard widerruft seine Aussage, sagt, er habe gelogen. Doch diesmal glaubt ihm das Jugendamt nicht. Es folgen neun Wochen Krisenzentrum in Wien und vier Monate in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft bei Graz. Erst als Leonhard 14 wird, darf er nach Hause, weil er sich das bei der Richterin ausdrücklich wünscht. Sein jüngerer Bruder ist immer noch in der WG. Die Eltern kämpfen verzweifelt um ihr Kind. Das Jugendamt will es schützen. Wo liegt das „Kindeswohl“ wirklich? Welche Entscheidungsgrundlagen hat das Jugendamt, wenn Kinder entzogen werden? Christian Zechner hat recherchiert.

Mord an Journalisten – wie gefährlich leben Enthüllungsreporter?

Sie wollten Mächtigen das Handwerk legen und Korruption aufdecken und haben dafür mit ihrem Leben bezahlt: Der bereits zweite Journalistenmord innerhalb weniger Monate erschüttert Europa. Keine 150 Kilometer von Wien entfernt werden vergangene Woche der junge slowakische Enthüllungsjournalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova erschossen. Im Oktober fällt die renommierte Journalistin Daphne Caruana Galizia einer Autobombe zum Opfer. Die 53-jährige Mutter dreier Kinder war in Malta für ihre investigativen Recherchen bekannt. Bis heute ist nicht klar, wer die Bombe gezündet hat. Viele Familienmitglieder von Daphne Caruana Galizia sind aus Malta weg gezogen. Das habe die Polizei der Familie nach dem Attentat geraten, erzählt die Schwester der Toten im „Thema“-Interview. Kollegen der ermordeten Journalistin werden bis heute wegen ihrer Recherchen bedroht. Daphne Caruana Galizia war ebenso wie Jan Kuciak in internationalen Recherchenetzwerken aktiv, zum Beispiel bei den Panama-Papers. Wie sehen österreichische Investigativjournalisten die Situation? Andrea Poschmaier, Benedict Feichtner und Christoph Seibel berichten aus Bratislava, Valetta und Wien.

Natascha Kampusch – mit 30 voller Zuversicht

Vor genau 20 Jahren, am 2. März 1998, ist in Wien-Donaustadt ein Kriminalfall passiert, der später um die ganze Welt gehen sollte: Ein zehnjähriges Mädchen wurde auf dem Schulweg entführt. Achteinhalb Jahre lang war Natascha Kampusch verschwunden. Ihre Flucht aus dem Keller von Wolfgang Priklopil in Strasshof war eine Sensation. Seither hat sich Natascha Kampusch mühsam ins Leben zurückgekämpft. Die junge Frau hat viel Bewunderung, aber auch immer mehr Ablehnung erfahren. Vor wenigen Tagen hat sie ihren 30. Geburtstag gefeiert. Wie kommt sie mit ihrem Leben zurecht, was sind ihre Pläne? Christoph Feurstein hat Natascha Kampusch getroffen.

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