WKÖ-Rudorfer zu virtuellen „Währungen“: „Finanzstabilität nicht über die Hintertür gefährden“

„Auch und gerade bei virtuellen Währungen keine Abstriche bei Missbrauch für kriminelle Aktivitäten oder beim Anlegervertrauen“

Wien (OTS) - „Kryptowährungen haben mittlerweile ein Volumen erreicht, das eine genaue Analyse des Rechtsrahmens erforderlich macht und entsprechende Maßnahmen verlangt. Gerade nach den gemeinsamen Anstrengungen im Rahmen der Bankenunion, die von Seiten der Mitgliedsstaaten und von den Banken in ganz Europa im Sinne der Finanzmarktstabilität unternommen wurden, darf die Finanzstabilität nicht über die Hintertür gefährdet werden“, hält Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest.

 Jüngst fand in der Wirtschaftskammer Österreich ja eine Informationsveranstaltung der Bundessparte Bank und Versicherung zu den Themen „Virtuelle Währungen und Blockchain“ statt. Damit sollte zu diesem Themenkreis weiter informiert und sensibilisiert werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde erneut die verstärkte Notwendigkeit für nachhaltige Finanzbildung betont.

 Bei Kryptowährungen müsse - nicht zuletzt im Sinne eines „Level Playing Fields“ - ein ebenso sensibler Ansatz verfolgt werden, unterstreicht Rudorfer, denn: „Die Reputation ist ein kostbares Gut und Basis für Vertrauen und Funktionieren der Märkte.“

 „Dass sich nun eine europäische Initiative mit dieser Entwicklung beschäftigt, ist ein wichtiger Schritt angesichts der rasanten Entwicklung virtueller Währungen. Die vom neuen österreichischen Finanzminister Hartwig Löger in Gang gesetzte Initiative, dieses neue Gebiet mit Bedacht und technologieneutral zu beaufsichtigen, kann in diesem Sinne nur unterstützt werden.

Finanzminister Löger will boomende Kryptowährungen wie etwa Bitcoin strenger regeln. Der Handel damit soll ähnlich wie jener Handel mit Gold und Derivaten behandelt werden. Dazu gehören Meldungen an die Geldwäschemeldestelle des Bundeskriminalamts. Die Geldwäschemeldestelle soll die Eigentümer von virtuellen Währungen identifizieren können. Handelsplattformen für Kryptowährungen müssten, so Löger, der Aufsicht durch die FMA unterworfen werden. Insiderhandel und Marktmanipulation sollen künftig bestraft werden.

„Gerade bei Missbrauch für kriminelle Aktivitäten oder beim Vertrauen von Anlegern kann es auch bei virtuellen Währungen keine Abstriche geben“, stellt Banken-Branchensprecher Rudorfer unmissverständlich klar. (PWK140/JHR)

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