FP-Kowarik: Stadtrechnungshof kritisiert arabisches Abenteuer von Wien Holding Tochter

Wien (OTS) - Im heute veröffentlichten Bericht des Wiener Stadtrechnungshof (StRH) zur UIV Urban Vienna GmbH (UIV), einer Tochtergesellschaft der Wien Holding GmbH, werden zahlreiche Kritikpunkte dargestellt.

„Besonders bemerkenswert sind die Feststellungen der Kontrolleinrichtung zu den Beteiligungen der UIV. So hat die 100% Tochter Tina International GmbH seit 2012 nur 2 Förderungsprojekte abgewickelt und übt seit Ende 2016 keine operative Tätigkeit mehr aus. Noch kurioser erscheint die 48,67% Beteiligung an der United Tina Transport Consulting LCC, welche nach dem Recht der Vereinigten Arabischen Emirate gegründet wurde, deren gültigen Rechtsbestand der Stadtrechnungshof jedoch nicht eruieren konnte. Aufgrund des festgestellten Umstandes, dass keine operativen Geschäftstätigkeiten dieser Gesellschaft stattfanden, stellt sich die Frage, wozu diese überhaupt ins Leben gerufen wurde und welche Kosten dafür unnötig aufgewendet wurden“, hinterfragt der Vorsitzende des Stadtrechnungshofausschusses, Mag. Dietbert Kowarik.

„Weiters stellt der StRH fest, dass die wiederholte Veränderung der Zusammensetzung der Geschäftsführung zu erheblichen Mehraufwendungen für die Gesellschaft führten und empfiehlt die Aufwendungen für Werbung und Repräsentation auf ein unbedingt erforderliches Mindestmaß zu reduzieren“, so Mag. Kowarik weiter.

„Erstaunlich sind auch die Feststellungen des StRH zur Größe des Aufsichtsrates sowie – abermals – zu den gewährten Prämienzahlungen. Wieder einmal kritisiert der StRH, dass die Prämienvereinbarungen mehrheitlich Ziele umfassten, die durch die Geschäftstätigkeit abgedeckt waren und empfiehlt, in Prämienvereinbarungen klar strukturierte, messbare und stringente Ziele aufzunehmen“, ärgert sich der freiheitliche Gemeinderat und verweist diesbezüglich auf den von ihm erwirkten Bericht des StRH vom 18.12.2013.

„Der Stadtrechnungshof offenbart abermals ein Beispiel von der offensichtlichen Selbstbedienungsmentalität im Wien Holding Bereich“, konstatiert Kowarik resignierend. (Schluss)

 

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