Neues Volksblatt: "Kein letztes Wort" von Markus EBERT

Ausgabe vom 1. März 2018

Linz (OTS) - Wie heißt es doch so schön: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Und so war es bezeichnend, dass während der gestrigen Nationalratsdebatte zur dringlichen SPÖ-Raucheranfrage außer der ressortzuständigen FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein nur ihr Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache auf der Regierungsbank Platz genommen hatte. Wobei man ehrlicherweise auch sagen muss: Außer viel oppositionellem Krawall von Seiten der Roten und Pinken hat man nicht allzuviel versäumt, der Austausch der Argumente war mehr von der Lautstärke als deren Neuigkeitswert bestimmt. Und zur Ehrenrettung der abwesenden Koalitionäre muss man auch sagen: Die rot-pinke Argumentation, die Regierung nehme mit ihrer Raucherregelung bewusst Tote in Kauf, ist intellektuell unwürdig. Denn dieser Logik zufolge müsste dem Menschen grundsätzlich sein irdisches Dasein verboten werden, um ihn umfassend vor Gefahren zu schützen. Es verwundert direkt, dass die Debatte nicht auch noch in Richtung Dieselmotoren ausgeweitet wurde — was wohl vor allem der parlamentarischen Abwesenheit der Grünen geschuldet ist. Tatsache ist aber ohnehin: Auch wenn nun mit 1. Mai die geltende — und lobenswerterweise um den ausgebauten jugendlichen Nichtraucherschutz erweiterte — Regelung beibehalten wird, ist das letzte Wort in dieser Sache nicht gesprochen. Dafür wird das „Don't smoke“-Begehren schon sorgen.

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