Duzdar kritisiert Kürzungen für das Integrationsjahr

SPÖ-Abgeordnete kritisiert Bundesregierung für „integrationspolitischen Wahnsinn“

Wien (OTS/SK) - Als „wirtschaftlich unklug“ bezeichnet SPÖ-Abgeordnete Muna Duzdar die aktuellen Kürzungen der Mittel für das Integrationsjahr von 100 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro. „Es ist sowohl ein integrationspolitischer Wahnsinn als auch wirtschaftlich unklug, wenn fast 10.000 Menschen keine Möglichkeit mehr bekommen, sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten“, so Duzdar am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressdienst. Derzeit bietet das Integrationsjahr ein Paket an begleitenden Maßnahmen zur Integration. ****

Duzdar hat als ehemalige Integrations-Staatssekretärin federführend das Integrationsjahr initiiert. Sie bezeichnet den ehemaligen Integrationsminister und jetzigen Bundeskanzler als „Fähnlein im Wind“: „Noch vor einem Jahr bezeichnete Sebastian Kurz das Integrationsjahr als notwendigen Schritt, heute will er es auf den halben Umfang zusammenstutzen.“ Kurz habe einen Plan hinter dieser Kürzung: „Die schwarz-blaue Bundesregierung braucht Probleme bei der Integration, um dieses Thema zu bespielen und damit von ihrer allgemeinen Kürzungspolitik abzulenken“, so die SPÖ-Abgeordnete.

Völlig unverständlich sei es, dass gerade in Zeiten, in denen alle von den Steuereinnahmen profitieren könnten, diese Bundesregierung vor allem Menschen ausschließt, die ohnehin schon marginalisiert sind. Aktuell bedeutet das Zurückfahren der Mittel, dass konkret 7.500 Menschen keinen Zugang mehr zu Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen beziehungsweise Deutschkursen haben. „Die schwarz-blaue Bundesregierung gefährdet damit die österreichische Tradition des sozialen Ausgleichs und des Miteinanders“, so Duzdar abschließend. (Schluss) rm/sc/mp

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