VSStÖ Graz ad UG-Novelle: UG Novelle raubt Studierenden Zukunftsperspektiven

In Graz studieren in Zukunft nur noch die Eliten

Graz (OTS) - Am Mittwoch, 28.Februar 2018, wird im Nationalrat die Novelle des Universitätsgesetzes abgestimmt. Diese Novelle beinhaltet  unter anderem die Einführung von österreichweiten Zugangsbeschränkungen an den Hochschulen und die Einführung von Studiengebühren für erwerbstätige Studierende – für eine Hochschulstadt wie Graz ist das ein besonderes Problem.

„Die Beschlüsse, welche die Regierung im Nationalrat vorlegen wird, sind Maßnahmen, die Ungleichheit und soziale Selektion an den Hochschulen fördern anstatt sie zu bekämpfen. „Graz wird von den 60.000 Menschen geprägt, die hier studieren. In Zukunft wird der Geldbeutel der Eltern entscheiden, ob jemand eine Hochschule besuchen kann. Graz wird somit immer mehr zu einer Stadt der Eliten, sozialer Aufstieg wird verhindert“, zeigt sich Felix Schmid, Vorsitzender* des Verbandes Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) in Graz, besorgt.

Die Nicht-Reparatur des § 92 UG, der im Herbst 2018 auslaufen wird, führt dazu, dass ab dem kommenden Wintersemester 30.000 erwerbstätige Studierende zur Kassa gebeten werden.

„Das ist vor allem für diejenigen Studierenden ein Schlag ins Gesicht, die sich das Studium überhaupt erst durch ihre Erwerbstätigkeit leisten können. Denn: Dass Studierende, die arbeiten, naturgemäß weniger Zeit zum Studieren haben und sich die Erwerbstätigkeit daher negativ auf den Studienerfolg auswirkt, ist eine logische Schlussfolgerung. Das führt dazu, dass Studierende länger studieren müssen und in einen Teufelskreis geraten, aus dem sie so schnell nicht mehr rauskommen“, so Natali Lujic, stellvertretende Vorsitzende* des VSStÖ Graz.

„Studiengebühren für berufstätige Studierende und flächendeckende Zugangsbeschränkungen sind ganz klar Maßnahmen zur Senkung der Studierendenzahlen und führen dazu, dass die Hochschulbildung zu einem Elitenprojekt verkommt. Es kann nicht sein, dass Menschen von ihrem Wunschstudium abgehalten werden und dass Menschen aus finanziell schwächeren Haushalten der Hochschulzugang durch teure Vorbereitungskurse für zugangsbeschränkte Studienrichtungen und Studiengebühren verwehrt bleibt. Junge Menschen, die sich bilden wollen, werden vor den Kopf gestoßen. Die Regierung schlägt hier einen völlig falschen Kurs ein!“, kritisieren Lujic und Schmid abschließend die Hochschulpläne der schwarzblauen Regierung.

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