BV Uschi Lichtenegger zur neuem Liederbuch-Fund: „Fordere Konsequenzen seitens Bezirks-FPÖ“

Lichtenegger lädt Verantwortliche der Bezirks-FPÖ zu einer Aussprache

Wien (OTS) - „Nachdem nun ein neues Nazi-Liederbuch bei der Burschenschaft Bruna Sudetia gefunden wurde und die Bezirks-FPÖ bislang auf den Skandal, in dem Brunen-Obmann und Bezirksrat Herwig Götschober verwickelt ist, nicht reagiert hat, habe ich die Bezirksverantwortlichen zu einer Aussprache geladen“, reagiert die Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt Uschi Lichtenegger auf die Falter-Meldung, wonach neue, schwer belastendende Materialien im Keller der Burschenschaft gefunden wurden. Götschober habe sich zwar als Mitarbeiter des Kabinetts von Norbert Hofer beurlauben lassen, sein politisches Mandat in der Leopoldstadt bislang aber behalten. „Das halte ich angesichts der Umstände für untragbar“, so Lichtenegger.

Lichtenegger will nun von der FPÖ Leopoldstadt wissen, wie sie zu reagieren gedenkt, denn business as usual sei in dieser Situation nicht akzeptabel: „Wir stehen im Gedenkjahr, wir haben bereits einige Veranstaltungen im Bezirk, bei denen ich als Bezirksvorsteherin zu den Vorfällen Rede und Antwort zu stehen habe.“

Befremdlich ist für Lichtenegger auch die Teilnahme des Rechtsanwalts Werner Tomanek an der gestrigen Pressekonferenz von Götschober. Tomanek, der unter anderem den Holocaustleugner Gerd Honsik verteidigt hat, ist selbst Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia und will das Verbotsgesetz abschaffen, weil er es für „überholt“ hält: „Das unterhöhlt eine glaubwürdige Distanzierung Götschobers von antisemitischem und neonazistischem Gedankengut massiv. Ich will daher nun auch auf Bezirksebene Konsequenzen sehen.“


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Uschi Lichtenegger
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Tel. 01/4000/02111
E-Mail: uschi.lichtenegger@wien.gv.at

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