NÖ Feuerwehren rückten im Vorjahr zu 65.270 Einsätzen aus

LH Mikl-Leitner: „Die Freiwilligen Feuerwehren leisten Großartiges“

St. Pölten (OTS/NLK) - „Ein großes Danke an alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren“ sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute, Mittwoch, im Zuge der Pressekonferenz zur Einsatzbilanz der Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich: „Die Freiwilligen Feuerwehren leisten Großartiges“. So wurden die über 98.600 Feuerwehr-Mitglieder im Jahr 2017 zu insgesamt 65.270 Einsätzen gerufen. Bei Unfällen, Bränden und Katastrophen wurden 2.395 Menschenleben gerettet. Insgesamt wurden von den Feuerwehr-Mitgliedern rund 7,9 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, etwa bei Einsätzen, aber auch bei Übungen und in der Aus-und Weiterbildung. „Hinter diesen Zahlen steckt ein unglaublich großes Engagement“, so die Landeshauptfrau: „Bei einem Stundenlohn von 20 Euro ergibt das 160 Millionen Euro, die sich der Steuerzahler durch den Einsatz der Feuerwehrmitglieder erspart.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich und den Feuerwehren funktioniere hervorragend, betonte Mikl-Leitner weiters. Als Beispiel nannte sie etwa die Rückvergütung der Mehrwertsteuer, die seitens des Landes beschlossen wurde. Im Vorjahr habe diese für 86 Feuerwehren in Niederösterreich eine Ersparnis von insgesamt drei Millionen Euro gebracht. Es handle sich dabei um eine Regelung des Landes Niederösterreich, die man auch weiterhin auf Bundesebene einfordern werde, hielt sie dazu fest. Weiters nannte die Landeshauptfrau die Gratis-Hepatitis-Impfung für Feuerwehrleute („In Zukunft ist es möglich, dass Feuerwehrleute kostenlos geimpft werden können.“) und die Eröffnung der Atemschutz-Werkstätte am Gelände der Feuerwehrschule in Tulln.
Ein „wichtiger nächster Schritt“ ist der Container-Terminal in Tulln, informierte Mikl-Leitner. 80 Container sollen dabei auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmeter untergebracht werden. Im Vollausbau kostet der Terminal rund 3,8 Millionen Euro, für die erste Ausbaustufe habe das Land eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von 2,4 Millionen Euro bereits beschlossen.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner verwies in der Bilanz-Pressekonferenz u. a. auf den Anstieg der Brandeinsätze. Als „größte Herausforderungen im letzten Jahr“ nannte er den Schiffsbrand auf der Donau, die Gasexplosion in Baumgarten und das Zugsunglück in Kritzendorf. „Ich glaube, diese Herausforderungen konnten wir bestmöglich lösen.“ Die Rückvergütung der Mehrwertsteuer sei „österreichweit vorbildlich“ und „einzigartig“, betonte er: „Hier spiegelt sich auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich und der niederösterreichischen Feuerwehr.“ Ein Erfolgskonzept sei auch die zentrale Atemschutzwerkstätte, die eine bessere Servicierung und Ausbildung vor Ort ermögliche.

Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf meinte zur Rückvergütung der Mehrwertsteuer, man habe hier „eine Lösung mit Hausverstand“ gefunden. Er sprach von einer „beeindruckenden Einsatzbilanz“; die Freiwillige Feuerwehr sei darüber hinaus auch „ein zentraler Mittelpunkt in unserer Gesellschaft“. Besonders hob er die erfolgreiche Jugendarbeit mit rund 5.800 jungen Menschen in 653 Jugendgruppen sowie das Plus bei der Anzahl der Kameradinnen hervor:
„Es gibt 7.061 Kameradinnen bei der Freiwilligen Feuerwehr, das entspricht einem Plus von fünf Prozent. In den letzten zehn Jahren konnte der Frauenanteil um 68 Prozent gesteigert werden.“

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