Neues Volksblatt: "Kein Zentralismus" von Markus EBERT

Ausgabe vom 21. Februar 2018

Linz (OTS) - Es wäre wohl zu viel an Milchmädchenrechnung, wenn man behauptet, es gäbe eine Kongruenz zwischen politischer Führung eines Bundeslandes und den Mathematik-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Dass ausgerechnet die Bundesländer mit SPÖ-Landeshauptleuten — Wien, Kärnten, Burgenland — bei den Bildungsstandards die schlechtesten Ergebnisse einfahren, ist eine interessante Optik, aber auch nicht mehr.
Aussagekräftiger ist etwas anderes. Wenn in Oberösterreich einerseits der Anteil jener Schülerinnen und Schüler, die die Bildungsstandards nicht erreichen, halb so hoch ist wie in Wien und andererseits jener, die die Standards erreichen oder übertreffen, deutlich höher ist, dann ist das ein eindeutiger Befund: An Oberösterreichs Schulen wird hervorragend gearbeitet.
Damit das so bleibt, braucht es vor allem eines: Möglichst viel Bildungskompetenz im Land, also möglichst wenig Zentralismus. Und: Es ist natürlich auch kein bildungspolitisches Ruhekissen, wenn immerhin zwölf Prozent der 14-Jährigen die Bildungsstandards nicht erreichen. Nicht von ungefähr sagt LH Thomas Stelzer: „Wir werden uns die Detailergebnisse genau anschauen und in Bereichen, in denen wir Aufholbedarf haben, gezielt Maßnahmen setzen.“
Letztlich funktioniert das vor allem über die standortbezogene Schulentwicklung — und die ist genau das Gegenteil zentralistischer Gleichmacherei.

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