Grüne Wien/Hebein: Öffentliche Hand muss Trägern der Sozialwirtschaft in einem ersten Schritt Inflation abgelten

Wien (OTS) - "Wir müssen der Realität ins Gesicht sehen: Es braucht deutlich mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen im Sozialbereich“, so Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Wiener Grünen. „Alles andere gefährdet unser System der Pflege, Betreuung und persönlicher Assistenz. Die öffentliche Hand muss den Trägern der Sozialwirtschaft in einem ersten Schritt zumindest die ganze Inflation abgelten. Andernfalls können diese ihre so wichtige Arbeit nicht mehr erfüllen. Und das gefährdet dann nicht nur Arbeitsplätze und die Gesundheit der MitarbeiterInnen, sondern das gesamte System der Pflege und Betreuung.“ 

Die Warnstreiks in der Sozialwirtschaft zeigen grundlegende Probleme in der Organisation sozialer Angebote in Österreich auf, die sich in Niedriglöhnen, schlechten Arbeitsbedingungen, häufigem Jobwechsel und hoher Erkrankungsgefahr der Beschäftigten ausdrücken. „Es sind die MitarbeiterInnen in der Sozialwirtschaft, die bisher mit ihrem Engagement und ihrem Verantwortungsbewusstsein das Betreuungsangebot aufrechterhalten haben. Und das trotz niedriger Löhne, extrem flexibler Betreuungszeiten und ständig steigender Arbeitsbelastung“, so Hebein.

Gesellschaftlich wichtige Aufgaben werden auf private Träger aufgeteilt, die aber nicht genug Geld bekommen, um ihre Arbeit zu erledigen: Der Bund will nicht mehr Geld für Pflege in die Hand nehmen und wälzt die Verantwortung an die Länder ab. Es gibt keine Ersatzgelder für den Pflegeregress. Die Länder kommen unter den Spardruck der Maastricht-Kriterien und des Fiskalpakts und halten die Tarife niedrig. Und die Sozialwirtschaft erhält letztlich zu wenig Geld, um ausreichend MitarbeiterInnen zu beschäftigen, diese entsprechend zu bezahlen und zu guten Arbeitsbedingungen anzustellen.

"Wenn wir nicht gegensteuern, so beschädigen wir nicht nur die Gesundheit der MitarbeiterInnen in der Sozialwirtschaft, sondern das ganze Unterstützungsangebot für die Menschen, die auf Pflege, Betreuung oder persönliche Assistenz angewiesen sind“, so Hebein abschließend.


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