„Thema“ über Unfall-Voyeure, die vergessenen Kriegskinder der Ukraine, gefährliche Pistenraupen und „Vorstadtweib“ Hilde Dalik

Am 19. Februar um 21.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 19. Februar 2018, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Unfall-Voyeure – die neue Lust am Schauen

Eine junge Frau wird am Gürtel in Wien von einem Lkw überfahren und stirbt. Dutzende Schaulustige behindern Rettung und Polizei. „Sie sind überall gestanden. Die Polizei hat gesagt, hört auf zu fotografieren, aber die haben sich nicht daran gehalten“, schildert ein Augenzeuge. Innenminister Herbert Kickl kann sich „Strafmandate für Unbelehrbare“ vorstellen. Immer öfter gaffen Schaulustige nicht nur, sie stellen Fotos und Videos von Schwerverletzten oder Sterbenden online. Was ist an Unfällen so faszinierend, dass viele einfach nicht wegschauen können? Warum greifen immer mehr Gaffer zum Smartphone, um schreckliche Bilder zu veröffentlichen? Martin Steiner und Benedict Feichtner haben recherchiert, woher die neue „Lust am Schauen“ kommt und wo sie problematisch wird.

Gefährliche Pistenraupen

„Ich habe mich nur gefragt: Warum hat er mich nicht gesehen? Danach weiß ich nichts mehr.“ David McDermott, zweifacher Familienvater aus Wien, wird 2016 in Bad Gastein von einer Pistenraupe überfahren. Er wird lebensgefährlich verletzt, verbringt sieben Monate in Krankenhäusern und auf Reha und kämpft sich zurück ins Leben. Die Schuldfrage ist bis heute nicht geklärt. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Pistenraupen und Motorschlitten. Viele passieren nach Betriebsschluss, manche aber auch bei geöffneter Piste. Reichen die Sicherheitsvorkehrungen aus? Christoph Bendas hat nachgefragt.

Die vergessenen Kriegskinder der Ukraine

Der Krieg in der Ost-Ukraine geht in sein fünftes Jahr. „Eines Nachmittags wollte ein Separatist mit einer Panzerfaust von meinem Garten aus Stellungen der Ukrainer beschießen! Ich habe geschrien:
Bist du verrückt?! Ich habe vier kleine Kinder im Haus!“ Das erzählt Ira Zemlyanska. Mit ihren vier Kindern lebt sie von 250 Euro Sozialhilfe. Ihr Mann liegt mit Tuberkulose im Spital. Die Caritas hat der Mutter Geld für den Kauf einer Kuh gegeben. Laut UNO sind in dem zweitgrößten europäischen Land 3,3 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Markus Stachl hat die Helfer der Caritas ins Kriegsgebiet begleitet.

Hilde Dalik – das neue „Vorstadtweib“

Mit ihrer Dreistigkeit und scheinbaren Naivität ist sie der neue blonde Alptraum in der Vorstadt – Vanessa, verkörpert von der Wiener Schauspielerin Hilde Dalik, will unbedingt zu den „Vorstadtweibern“ – jeweils Montag um 20.15 Uhr in ORF eins – gehören. „Ich glaube aber, sie hat eine falsche Vorstellung von der Gesellschaft, in die sie sich hineinwünscht“, sagt die 39-Jährige über ihre Rolle. Neben ihrem Beruf ist es Hilde Dalik wichtig, sich für andere einzusetzen. Sie hat eine Theatergruppe für Flüchtlinge gegründet, hilft Asylwerbern bei ihren Verfahren und nimmt an Leseprojekten an einer Ottakringer Volksschule teil. Ein Porträt von Eva Kordesch.

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