Die mit dem Filmbären tanzen: „kulturMontag Spezial aus Berlin“

Außerdem: Dokupremiere „Egon Schiele“ im Rahmen des TV-Schwerpunkts „Wiener Moderne“

Wien (OTS) - Einen Überblick über die gestern eröffneten 68. Filmfestspiele, einige ihrer herausragenden internationalen wie heimischen Produktionen, den Glanz und Glamour am Roten Teppich aber auch über andere aktuelle Themen der Stadt gibt der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag Spezial aus Berlin“ am 19. Februar 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2.
Anschließend an das Magazin feiert die neue Dokumentation „Egon Schiele“ (23.15 Uhr) von Herbert Eisenschenk, die als eine von drei „kulturMontag“-Doku-Neuproduktionen zum Themenjahr Wiener Moderne auf dem Programm steht, ihre TV-Premiere.

Wes Andersons Eröffnungsfilm, Marie Bäumer als Romy Schneider und viel österreichisches Kino

Mit fast 500.000 Kino-Besucherinnen und -Besuchern gilt die Berlinale als das größte Publikumsfestival der Welt. Auch die diesjährige Ausgabe bewegt sich stilvoll zwischen Politik, Party und internationaler Prominenz. Aufmerksamkeit erregte der ungewöhnliche Auftaktfilm „Isle of Dogs“ des US-Starregisseurs Wes Anderson, der schon 2014 mit seiner mehrfach preisgekrönten Tragikomödie „Grand Budapest Hotel“ die Festspiele eröffnete: Erstmals in seiner Geschichte zeigte das Festival zum Opening einen Animationsfilm. Für seine schräge Zukunftsvision hat Anderson mit Bill Murray, Tilda Swinton oder Scarlett Johansson die Crème de la Crème des Kinos als Synchronstimmen verpflichtet.

Mit Spannung wird der Spielfilm „3 Tage in Quiberon“ von Emily Atef erwartet. Die deutsche Schauspielerin Marie Bäumer schlüpfte dafür in die Rolle der Romy Schneider. Erzählt wird die Geschichte von Stern-Journalist Michael Jürgs und dessen Fotografen Robert Lebeck, die gemeinsam den schon von Alkohol- und Tablettensucht gezeichneten Star 1981 zu einem Gespräch in dem französischen Küstenort treffen. Dieses gilt als Schneiders letztes Interview vor ihrem plötzlichen Tod 1982. Birgit Minichmayr verkörpert Romys enge Freundin Hilde, die ihr von dem Treffen abrät. Der „kulturMontag“ hat den Journalisten und Autor Michael Jürgs in Hamburg getroffen, der Schneider auch nach der Begegnung in Quiberon verbunden blieb und später mit „Der Fall Romy Schneider“ eine Biografie über die Filmlegende geschrieben hat.

Auch das rot-weiß-rote Kino ist in diesem Jahr wieder stark vertreten. Von hochpolitischen Themen und gesellschaftskritischen Ansätzen bis hin zu intimen Beziehungsgeschichten und Gender-Fragen reicht das breite Spektrum. Der „kulturMontag“ zeigt erste Ausschnitte der spannenden Produktionen und bittet die Filmemacher/innen Ruth Beckermann, Katharina Mückstein und Wolfgang Fischer zum Interview. Details zu den in Berlin gezeigten vom ORF über das Film/Fernseh-Abkommen kofinanzierten Filmen sind unter presse.ORF.at abrufbar.

#MeToo-Debatte, Baustellen-Chaos und aufregendes Theater

Offensiv will sich die Berlinale in diesem Jahr auch mit der #MeToo-Debatte befassen, Zeichen gegen Missbrauch setzen. Sind somit Stilettos und viel nackte Haut auf dem Roten Teppich passé?

Nicht nur während der Filmefestspiele befindet sich die Stadt im Ausnahmezustand. Denn die Vier-Millionen-Metropole versinkt allerorten im Chaos. Bau-Projekte verzögern und verteuern sich, Baustellen legen den Verkehr lahm. Sieben Jahre brauchte es, um die Oper zu sanieren, die Renovierung des renommierten Pergamonmuseums wird nach vier Jahren Verzug zur Permanent-Baustelle erklärt und auf den neuen Flughafen warten die Berliner seit sagenhaften elf Jahren. Das Berliner Kabarett- und Chanson-Duo Pigor & Eichhorn und „Tagesspiegel“-Chefredakteur und Autor Lorenz Maroldt sprechen über ihre Stadt voll von Unzulänglichkeiten und Unzuständigkeiten, die sie aber dennoch nicht mehr loslässt.

Auch am Berliner Theater ist ganz schön was los. Als Wunderkind der deutschen Bühne wird der 30-jährige Ersan Mondtag gehandelt. Der türkisch-stämmige Kreuzberger wurde schon zweimal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Demnächst wird man Mondtag auch in Österreich kennenlernen – der „kulturMontag“ stellt den ungewöhnlichen jungen Regisseur vor.

Neue Dokumentation „Egon Schiele“ von Herbert Eisenschenk (23.15 Uhr)

Anlässlich des Themenjahrs Wiener Moderne setzt der ORF einen mehrteiligen TV-Schwerpunkt, zu dem als eine von drei Doku-Neuproduktionen auch das Filmporträt „Egon Schiele“ zum 100. Todestag des österreichischen Malers zählt. Regisseur Herbert Eisenschenk gestalte diese ORF/ARTE-Koproduktion, die abseits der rein biografischen Betrachtung des Künstlers auch dem Zusammenhang zwischen der kompromisslosen Unbedingtheit in der Kunst und dem moralischen Verhaltenskodex der Gesellschaft nachspürt. Reduzierte Spielsequenzen sowie Zeichenszenen, aber auch Interviews mit namhaften Persönlichkeiten und Kunstexperten versuchen den Künstler, sein Werk und seine Zeit fassbar zu machen. Zu Wort kommen u. a. Elisabeth und Diethard Leopold, Jane Kallir, Klaus Albrecht Schröder, Jean Clair und Tobias Natter.

Weitere Details zur Dokumentation bzw. zum TV-Programmschwerpunkt „Wiener Moderne“ sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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