Kollidierende Neutronensterne waren der Wissenschaftsdurchbruch von 2017

US-Magazin Science zu neuen Erkenntnissen über Neutrinos, Neutrino Energie und Neutrino Wechselwirkung

Berlin (ots) - Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/118105/3869197

In der alljährlichen Übersicht des angesehenen US-Wissenschaftsmagazins Science wurden die Neutrinos nicht nur in die Top Ten der bedeutendsten Forschungsergebnisse des vergangenen Jahres gewählt, sondern sogar als der Durchbruch des Jahres 2017 auserkoren.

Konkret handelt es sich um den ersten Nachweis einer Neutronenstern-Kollision. Bisher konnten die Wissenschaftler die Kollision der Neutronensterne nur "belauschen", jetzt war das Ereignis erstmals auch zu sehen, indem die dabei erzeugte Strahlung eingefangen werden konnte. Das Ereignis konnte in allen Wellenlängen des Lichts, von Gammastrahlen bis in den Radiobereich, sichtbar gemacht werden.

Außerdem gelang es Physikern im abgelaufenen Jahr, erstmals eine spezielle Wechselwirkung von Neutrinos mit Materie nachzuweisen. Dabei kollidiert ein Neutrino mit einem Atomkern, wodurch der Atomkern etwas zurückgestoßen wird. Dieser winzige Rückstoß konnte bisher nie nachgewiesen werden; nach jahrzehntelangen vergeblichen Versuchen gelang dies endlich. Der Rückstoß lässt sich durch einen Coherent-Neutrino-Detektor nachweisen, der nicht größer als ein Schuhkarton ist.

Der Japaner Takaaki Kajita, einer der beiden Physiknobelpreisträger von 2015, die die Masseeigenschaft der Neutrinos nachwiesen, definiert Neutrinos als außergewöhnliche Geisterteilchen, von denen pro Quadratzentimeter jede Sekunde 60 Milliarden jede Materie durchströmen. Abgesehen vom Massenachweis der Neutrinos - lange Zeit von fast allen Wissenschaftler negiert - gelang Kajita auch der Nachweis der Fähigkeit der Neutrinos, sich in ihrer Bewegung von einer Teilchensorte in eine andere zu verwandeln.

Der zweite Nobelpreisträger, der Kanadier Arthur McDonald, bezieht durch die Beobachtung der Neutrinos Informationen über die nuklearen Kernreaktionen, auf die ihre Energie zurückgeht, und über grundlegende Eigenschaften der Neutrinos selbst. McDonalds Neutrino Observatory befindet sich zwei Kilometer tief in einer ehemaligen Bergwerksmine und hat die Höhe eines zehnstöckigen Gebäudes.

"Unsere Orientierung auf Anwendungsbereiche der Erzeugung von Elektrizität unter Nutzung der Energie der Neutrinos ist durch diese Grundlagenforschungsergebnisse als erfolgversprechend bewiesen", erklärte Professor Günther Krause, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Neutrino Energy Gruppe. "Die Frage, ob Neutrinos Energie erzeugen können, ist damit klar mit Ja beantwortet. Wie der Weg dahin ist, wird gegenwärtig in der Neutrino Inc. (USA) sowie der Neutrino Deutschland GmbH bearbei tet."

"Mit den neuesten Erkenntnissen zum Thema Neutrino-Energiemenge ist unsere Theorie ein weiteres Mal wissenschaftlich manifestiert", sagte Holger Thorsten Schubart, Chef der Neutrino Energy Gruppe, zur Veröffentlichung des Science-Artikels. Science ist die Fachzeitschrift der American Association for the Advancement of Science (AAAS) und gilt - zusammen mit "Nature" - weltweit als die wichtigste ihrer Art.

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