Erste Zwischenbilanz für Projekt „POLEposition“

LR Wilfing: Unterstützung für Jugendliche, die es besonders schwer haben

St. Pölten (OTS/NLK) - „Arbeit ist das wichtigste Thema für die Menschen in Niederösterreich. Und auch, wenn die Konjunkturlage derzeit sehr gut ist, muss es weiter im Fokus bleiben. Am wichtigsten sind dabei Qualifikation, Weiterbildung und spezielle Angebote für jene, die in der Berufswelt nicht so leicht Fuß fassen können“, sagte Landesrat Karl Wilfing am heutigen Donnerstag im Bildungsinstitut ibis acam in Wien, wo er gemeinsam mit Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, und Gerald Binder, Vertriebsleiter NÖ von ibis acam, eine erste Zwischenbilanz des Projekts „POLEposition“ zog.

Ein Rückblick auf das Vorjahr zeige, dass man sich in Niederösterreich auf dem richtigen Weg befinde, führte Wilfing weiter aus: „Zusätzlich zum stärksten Beschäftigungswachstum seit zehn Jahren wurde erstmals im Jahresdurchschnitt die Grenze von 600.000 Beschäftigten überschritten. Auch heuer hält der positive Trend an – die Arbeitslosenquote bis 24 Jahre ist im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 20,1 Prozent gesunken, auch bei den älteren Arbeitnehmern wurde mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 2,7 Prozent der Turnaround geschafft. Deshalb ist jeder Cent, den wir in Bildung investieren, gut angelegtes Geld für die Zukunft des Landes.“

Dem Projekt „POLEposition“, einem gemeinsamen Qualifizierungsprogramm von Land und AMS NÖ, kommt dabei die Aufgabe zu, benachteiligte, beeinträchtigte bzw. behinderte Jugendliche und junge Erwachsene sowie asylberechtigte, subsidiär schutzberechtigte und asylwerbende junge Menschen zu unterstützen, um in der Berufswelt Fuß fassen zu können. „Grundwerte zu verstehen und zu akzeptieren und die Sprache zu erlernen, sind dabei die wichtigsten Voraussetzungen für bestmögliche Integration“, betonte der Landesrat.

Das seit 1. Juli 2017 laufende Projekt „POLEposition“ (Perspektive, Orientierung, Lernen, Entwicklung) setzt am Spracherwerb an, bietet zusätzliche Möglichkeiten der Grund- und Höherqualifizierung und offeriert Maßnahmen wie soziale Unterstützung, Clearing, Berufsorientierung, Vermittlungsunterstützung, Sprachvermittlung u. a. Zielgruppe des vorerst (mit Verlängerungsoption) per Ende 2018 befristeten und mit 7 Millionen Euro vom Land Niederösterreich, dem AMS NÖ und dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Programms sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren.

Zwei der insgesamt drei Einzelprojekte beziehen sich auf die Regionen Waldviertel und Wien-Umgebung bzw. NÖ Süd, Mitte und West und zielen auf insgesamt 1.000 asylberechtigte, subsidiär schutzberechtigte, benachteiligte oder beeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene ab. Das dritte Projekt – mit insgesamt 200 Plätzen – ist ausschließlich Asylwerbenden vorbehalten, die seit drei Monaten zum Asylverfahren zugelassen sind.

„Diese hervorragende Kooperation zeitigt auch schon viele Erfolge:
775 der 1.000 Aspiranten haben bereits den Clearing-Prozess durchlaufen, alle 200 verfügbaren Plätze des dritten Projekts sind besetzt. In Wien, Waidhofen an der Thaya, Traiskirchen, Wiener Neustadt, Amstetten und St. Pölten finden bereits die ersten Kurse zum Spracherwerb und zur Vorbereitung auf den Pflichtschulabschluss statt. Zudem wurden bereits 93 Überprüfungen der Deutschkenntnisse positiv absolviert. Wir setzen also alles daran, jene Jugendlichen, die es besonders schwer haben, zu unterstützen, um in der Ausbildung oder im Beruf Fuß zu fassen, und ihnen so Chancen für ihre Zukunft zu geben“, sagte Wilfing abschließend.

Fakler führte aus, die konjunkturelle Entwicklung der letzten 13 Monate sei zwar sehr erfreulich, „trotzdem sind es noch immer um über 6.000 junge Arbeitslose zwischen 15 und 25 Jahren zu viel. 40 Prozent davon haben nur oder nicht einmal einen Pflichtschulabschluss. Ohne Lehrabschluss und die Möglichkeit auf Weiterbildung haben sie keine Chance am Arbeitsmarkt“. Deshalb werde das Programm „POLEposition“ nochmals um 350 Plätze aufgestockt.

Nähere Informationen beim Büro LR Wilfing unter 02742/9005-12324, Florian Liehr, e-mail florian.liehr@noel.gv.at, bzw. beim AMS NÖ unter 01/531 36-140 und 0664/835 05 17, Mag. Martina Fischlmayr.

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