„dokFilm“ zeigt preisgekrönte Doku „Alive Inside – Musik gegen Alzheimer“

Am 18. Februar um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die beeindruckende reaktivierende Wirkung von Musik bei Demenzerkrankungen ist Thema des preisgekrönten Dokumentarfilms „Alive Inside – Musik gegen Alzheimer“ von US-Regisseur Michael Rossato-Bennett, der als ORF-Premiere am Sonntag, dem 18. Februar 2018, im „dokFilm“ um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen ist. In seinem beim Sundance Film Festival 2014 mit dem Publikumspreis ausgezeichneten Regiedebüt geht der Filmemacher dem Phänomen auf die Spur und beleuchtet u. a. auch die zugrundeliegenden Zusammenhänge im menschlichen Gehirn. Dazu hat Rossato-Bennett den Sozialarbeiter und Gründer der Non-Profit-Organisation „Music & Memory“ Dan Cohen drei Jahre lang bei seiner Arbeit mit chronisch kranken Menschen mit der Kamera begleitet. Die Produktion zeigt nicht nur auf, wie kranke Menschen durch die Kraft der Musik wieder Lebensfreude empfinden und erneut Sinn in ihrem Leben entdecken, sondern beleuchtet auch das große Potenzial von personalisierter Musik bei der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz. In der berührenden Dokumentation der Erfolgsgeschichte von „Music & Memory“ kommen neben Angehörigen auch zahlreiche Expertinnen und Experten wie der Neurologe und Bestseller-Autor Dr. Oliver Sacks oder der Musiker Bobby McFerrin zu Wort.

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In einem bemerkenswerten Projekt hat Dan Cohen es geschafft, kleine Wunder zu vollbringen: Durch einfaches Vorspielen von personalisierter, also speziell für Patientinnen und Patienten ausgesuchter Musik, sind Menschen, die seit Jahren völlig teilnahmslos gewesen waren, plötzlich aus ihrer Apathie erwacht. Einer von ihnen ist Henry. Er ist an Alzheimer erkrankt und hat zehn Jahre lang kaum ein Wort mit jemandem gewechselt. Er erkennt seine eigene Tochter nicht mehr, geschweige denn weiß er, wie viele Töchter er hat. Bis „Music & Memory“, ein iPod-Projekt, in seinem Pflegeheim etabliert wird und er wieder Musik aus seiner Jugendzeit zu hören bekommt. Aufgeregt beginnt er mitzusingen, erzählt von seinem Lieblingsmusiker Cab Calloway und von lange verloren geglaubten Erinnerungen aus seiner Vergangenheit.
Ursprünglich hatte Cohens Überlegung, dass er selber nicht auf seine geliebte Musik der 1960er Jahre verzichten wollen würde, sollte er einmal ein Pflegefall werden, zu seinem Engagement als freiwilliger Helfer in einem Seniorenheim geführt. Nach Gesprächen mit Familienangehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner, die an kognitiven und/oder körperlichen Einschränkungen wie Demenz oder Multipler Sklerose litten, verteilte er iPods mit der Musik, die sie früher gerne gehört hatten.
Und er staunte selber über die heftigen Reaktionen. Sobald die Seniorinnen und Senioren Musik zu hören bekamen, passierte etwas Magisches. Als wären sie zu neuem Leben erwacht, begannen sie, sich zum Rhythmus zu bewegen, mitzusingen oder auch zu tanzen. Unermüdlich kämpft Dan Cohen für den Einsatz von musikalischen Therapieformen in amerikanischen Pflegeeinrichtungen und gründet die gemeinnützige Organisation „Music & Memory“, deren Arbeit sich auf umfassende neurowissenschaftliche Untersuchungen stützt.

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