Kärnten-Wahl: SJG will mit „Plan Y“ Jugend für Kärnten begeistern

LH Kaiser, SJG-Vorsitzender Burgstaller und JugendkandidatInnen Patterer, Weratschnig, Fantur präsentierten Maßnahmen gegen Abwanderung und Jugend-Masterplan Kärnten.

Klagenfurt (OTS) - LH Kaiser, SJG-Vorsitzender Burgstaller und JugendkandidatInnen Patterer, Weratschnig, Fantur präsentierten Maßnahmen gegen Abwanderung. Mit Jugend-Masterplan Kärnten jünger, günstiger, schneller, mobiler und klüger machen

Umringt von „geballter Jugendkraft“, wie er es selbst formulierte, präsentierte heute, Mittwoch, SPÖ-Landesparteivorsitzender Landeshauptmann Peter Kaiser vier JugendkandidatInnen für die bevorstehende Landtagswahl. Besonders stolz macht Kaiser, dass mit Luca Burgstaller der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Kärntens aufgrund seiner Listenreihung als Nummer eins im Bezirk Hermagor fix in den Kärntner Landtag einziehen wird. „Die SPÖ ist die Partei der Jugend“, stellte Kaiser dazu fest. Ihm sei es schon immer wichtig gewesen, einen Jugendvertreter in den Kärntner Landtag zu entsenden, damit die Jugend dort ihre Ideen präsentieren kann.   

Als einen ganz wichtigen Punkt zur Unterstützung der jungen Generation sieht Kaiser die Installierung eines Kautionsfonds. Wenn junge Menschen eine Wohnung suchen und es sich dabei um keine öffentlich geförderte handelt, scheitert es oft an der Bezahlung der Kaution. „Wir arbeiten daher gemeinsam mit Arbeitsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig an einer Lösung, die bis zu 1.000 Euro pro Wohnung für die Kaution vorsieht, die bei einem Wohnungswechsel wieder an das Land zurückfließen soll“, so Kaiser. Details dazu soll es in Kürze geben.

Gemeinsam mit den JugendvertreterInnen gelte es nun, eine generationenübergreifende Politik zu gestalten. Einige Forderungen der Jugend wurden bereits eingeleitet oder umgesetzt. Das reicht von der Erhöhung der Lehrlingsentschädigung auf 700 Euro, bis hin zur verbreiteten Nutzung kostenloser, öffentlicher Verkehrsmittel. Auch im Bereich der tertiären Ausbildung – Pädagogische Hochschule, Fachhochschule, Universität – wurde bereits einiges eingeleitet. „Derzeit wird intensiv daran gearbeitet, dass mit dem Wintersemester 2018/19 ein Sportstudium in Kombination mit BWL an der Alpen-Adria-Universität angeboten wird. Mit der Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik des Landes Kärntens – Start Wintersemester 2018/19 - konnte ein großer Coup gelandet werde. Ein Bakkalaureats-Studium für Elementarpädagogik, das vor allem auf Kindergartenleitungen abzielt, ist bereits gestartet. Darüber hinaus gibt es eine intensive Kooperation mit der Med-Uni Graz, wo das Praxissemester am Klinikum im Klagenfurt in Kombination mit Wahlfreifächern an der Alpen-Adria-Universität angeboten wird“, zählte Kaiser auf. Mit dem Carinthian Welcome Center soll in der nächsten Legislaturperiode eine Plattform realisiert werden, die jungen Menschen die außerhalb Kärntens studiert haben, unter anderem eine Jobbörse für jene Berufe zur Verfügung stellt, für die es Chancen auf Vermittlung gibt.

SJG-Vorsitzender und Jugend-Spitzenkandidat Luca Burgstaller betonte, dass Peter Kaiser der Landeshauptmann der Jugend ist. „Peter Kaiser ist auch unser Spitzenkandidat, weil er seit seiner Zeit als SJG-Vorsitzender nicht aufgehört hat, dafür zu kämpfen, dass die Jugend eine starke Stimme im Landtag hat.“ Die SJG von heute weise ein breites Angebot für Jugendliche auf, so sind acht KandidatInnen unter 30 Jahre alt und 15 jünger als 35.

Als größte Herausforderung für die Jugend sieht Burgstaller die Abwanderung. Dies konnte zwar von acht auf fünf Personen, die Kärnten täglich verlassen, reduziert werden, nichtsdestotrotz drohe langfristig eine Überalterung. Aus diesem Grund hat die Sozialistische Junge Generation in Kärnten einen Jugendmasterplan, den „Plan Y“ entwickelt. „Wir machen Kärnten jünger, günstiger, schneller, mobiler und klüger“, so Burgstaller. Konkret geht es darum, den Universitätsstandort zu stärken, die SJG fordert die Einrichtung eines Jus-Vollstudiums. Auslandssemester sollen attraktiviert werden, um internationales Knowhow nach Kärnten zu holen, weiters soll es einen finanziellen Zuschuss für KärntnerInnen, die außerhalb unseres Bundelandes studieren, aber ihren Hauptwohnsitz weiterhin in Kärnten haben, geben. „Wichtig ist mir auch eine Aufwertung der Lehre, wir fordern, gleich wie die SPÖ Kärnten, eine Lehrlingsentschädigung von mindestens 700 Euro auf kollektivvertraglicher Basis“, so Burgstaller. Darüber hinaus soll der öffentliche Verkehr forciert werden, das Top-Jugend-Ticket soll laut Burgstaller künftig für alle unter 24 Jahren gratis sein. Schnellstes Internet auch in den ländlichen Regionen ist ebenso eine zentrale Forderung der SJG wie leistbares Wohnen. „Hier setzen wir auf das 4-Mal-5-Modell, das vorsieht, dass die Miete für Starterwohnungen für KärntnerInnen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, für die Dauer von fünf Jahren vier Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten beträgt“, konkretisiert Burgstaller.

Installiert werden soll auch ein Landesjugendbeirat: „Wenn es um Themen der Jugend geht, sollen junge Menschen auch mitreden können - deshalb wollen wir eine stärkere Beteiligung von jungen Menschen an den politischen Prozessen. So sollen beispielsweise Jugendliche als ExpertInnen in den Ausschüssen des Kärntner Landtages eingeladen werden und mehr Schulklassen den Landtag besuchen“, fordert Burgstaller.

Unterstützt in seinen Ausführungen wurde der Jugend-Spitzenkandidat von Christina Patterer, die sich als Pädagogin auch für ein umfangreiches Studien- und Ausbildungsangebot in Kärnten einsetzt; von Miachaela Weratschnig, deren Schwerpunkt auf jungem, leistbaren Wohnen liegt und die sich die rasche Installierung des von Landeshauptmann Peter Kaiser angekündigten Kautionsfonds wünscht; sowie von Markus Fantur, der sich für den Ausbau von ultraschnellem Internet ausspricht.  

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