ÖGJ-Hofer: „Gleichberechtigung statt Rosen und Pralinen“

Zum Valentinstag Frauenrechte unterstützen und Frauenvolksbegehren unterschreiben

Wien (OTS) - Vor 20 Jahren haben rund 650.000 Menschen das erste Frauenvolksbegehren für die Gleichstellung von Mann und Frau unterschrieben. Nur zwei der damaligen elf Forderungen wurden tatsächlich erfüllt. „Alleine deshalb ist es wichtig, das aktuelle Frauenvolksbegehren zu unterstützen, aber nicht nur“, ist sich Susanne Hofer, stellvertretende Bundesjugendvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), sicher. „Auch, weil 2017 Frauen noch immer rund 22 Prozent weniger verdienen als Männer, und das, obwohl sie vergleichsweise besser ausgebildet sind. Nur 18,4 Prozent der Führungskräfte (Geschäftsführung, Vorstand) mittelständischer Unternehmen sind weiblich. In 40 Prozent der Unternehmen gibt es keine einzige Frau in der Führungsetage. Das ist ein Fehler. Denn es ist nachweislich belegt, dass Frauen in Führungspositionen wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen“, so Hofer.

Wenn es um Gleichberechtigung geht, muss man nicht weit nach oben schauen. Frauen erledigen auch heute noch rund zwei Drittel der Hausarbeit und der Kinderbetreuung, auch wenn die klassische Hausfrau selten geworden ist. Die größten Hindernisse für Gleichberechtigung sind noch immer verfestigte traditionelle Rollenbilder in unserer Gesellschaft und die nicht vorhandene Wahlfreiheit bei Berufstätigkeit und Kinderbetreuung.

Gewerkschaftsjugend unterstützt das Frauenvolksbegehren

Am Valentinstag rufen wir daher nicht zu Romantik, Rosen und Pralinen auf, sondern dazu, Frauenrechte einzufordern und das Frauenvolksbegehren zu unterschreiben. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend unterstützt vor allem die Forderungen nach Gleichberechtigung von Frauen in Politik und Wirtschaft, die gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, die Bekämpfung von Armut, die Forderung nach hochwertigen Kinderbetreuungsplätzen in der Nähe des Wohnorts und das Selbstbestimmungsrecht für Mädchen und Frauen bezüglich Verhütung“, so Hofer.

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend stellt ab heute ihre Infrastruktur zur Bewerbung des Frauenvolksbegehrens zur Verfügung. „Das bedeutet, dass wir Infomaterialen in unseren Büros auflegen, diese auch zu Aktionen mitnehmen sowie eigene Aktionen zur Unterstützung des Frauenvolksbegehrens machen“, so Stefan Bartl, Bundesjugendsekretär der ÖGJ. „Von einer Welt, in der alle Menschen, egal welchen Geschlechts, gleich und fair behandelt werden, profitieren wir alle. Daher ist es wichtig und richtig, dass auch viele Männer die Initiative unterstützen.“

„Es geht hier nicht um Besserstellung, sondern Gleichstellung. Wie Johanna Dohnal schon sagte: ‚Die Vision des Feminismus ist nicht eine >weibliche Zukunft<. Es ist eine menschliche Zukunft‘“, so Hofer abschließend.

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