Bundesrat - Posch-Gruska/Anderl/Pfister: Aktion 20.000 muss erhalten bleiben!

Aktion 20.000 bietet Perspektive, abseits von Notstand und Mindestpension

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der Aussetzung der Aktion 20.000 durch die schwarz-blaue Regierung gibt es auch heute, Donnerstag, im Bundesrat. „Die Arbeitslosigkeit der über 50-jährigen ist in den Modellregionen um bis zu 7,2 Prozent gesunken. 1326 Langzeitarbeitslose über 50 fanden eine Beschäftigung“, sagte die SPÖ-Fraktionsvorsitzende Inge Posch-Gruska. „Das auf diese Art und Weise von einem Tag auf den anderen abzudrehen ist soziale Kälte. Wir müssen die Arbeitslosigkeit bekämpfen, nicht die Arbeitslosen“, so Posch-Gruska. ****

„Mehr als die Hälfte jener, die in dieses Projekt eingestiegen sind, haben hohe Bildungsabschlüsse und sind schon lange auf Jobsuche“, erklärte SPÖ-Bundesrätin Renate Anderl. „Fakt ist, dass der Aufschwung nicht bei allen ankommt. Ich kenne Menschen die mit 57 Jahren arbeitslos sind und die am Arbeitsmarkt nicht mehr gebraucht werden“, so Anderl. Diesen Menschen gebe die Aktion 20.000 eine Perspektive, abseits von Notstand und Mindestpension.

Für SPÖ-Bundesrat René Pfister ist vor allem der plötzliche Kurswechsel der schwarzen ArbeitnehmervertreterInnen unbegreiflich. Diese hätten die Aktion 20.000 im September noch begrüßt. „Ich war quer durch NÖ in allen AMS Bezirksstätten. Es wurde sehr, sehr viel Vorarbeit geleistet und Stellen geschaffen, die es jetzt doch nicht geben soll. Wir haben damit eine Chance vertan, Menschen über 50 eine Chance zu geben. Gerade nach einem längeren Krankenstand im Alter, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, werden Menschen oft aus ihrem Job gedrängt. Hier greift die Aktion 20.000“, berichtete Pfister von der Situation am Arbeitsmarkt. (Schluss) ew/mr

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