„dok.film“-Doppel mit „Free Lunch Society – Komm, komm Grundeinkommen“ und „Empire Me – Der Staat bin ich“

Am 11. Februar ab 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ein Roadmovie um den Globus über die Möglichkeiten zur Umsetzung einer alternativen Idee und eine Dokumentation über die Suche nach der idealen Lebenskultur in Do-it-yourself-Staaten stehen mit „Free Lunch Society – Komm, komm Grundeinkommen“ und „Empire Me – Der Staat bin ich“ als „dok.film“-Doppel am Sonntag, dem 11. Februar 2018, um 23.05 bzw. 0.35 Uhr auf dem Programm von ORF 2. Die mit Mitteln des ORF Film/Fernseh-Abkommens unterstützte Dokumentation „Free Lunch Society – Komm, komm Grundeinkommen“ von Regisseur Christian Tod ist eine Reise durch Zeit und Raum, die Zusammenhänge erklärt und verstehbar macht. Und in „Empire Me – Der Staat bin ich“, ebenfalls im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF unterstützt, begibt sich Paul Poet auf die Spuren utopischer Miniaturstaaten. Jeder möchte einmal aus seinem Alltag ausbrechen und König auf der eigenen Insel sein. Doch die Lebensprinzipien der modernen Weltordnung lassen solche Visionen kaum zu. Außer vielleicht man gründet sein eigenes Utopia, eine Gegengesellschaft, ganz nach den eigenen Plänen und Vorstellungen.

„Free Lunch Society – Komm, komm Grundeinkommen“ am 11. Februar, um 23.05 Uhr, ORF 2

Das bedingungslose Grundeinkommen bedeutet Geld für alle. Bedingungslos, als Menschenrecht ohne Gegenleistung. Der Film zu dieser Idee vermittelt Hintergrundwissen und sucht nach Erklärungen und Möglichkeiten zu ihrer Umsetzung. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt der Dokumentarfilm das Publikum mit auf eine große Reise und zeigt, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.

Globalisierung, Automatisierung und nicht zuletzt die Politik von neuen Machthabern wie Donald Trump haben dazu geführt, dass die Mittelschicht zerbricht. Allerorts wird über Ursachen gesprochen, doch niemand scheint Lösungen parat zu haben. Die Zeit könnte also reif sein für ein komplettes Umdenken. Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maß uns allen.

Ist es nur ein visionäres Reformprojekt oder ein sozialromantisches linkes Utopia? Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen oder gibt die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen und wir nie die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

„Empire Me – Der Staat bin ich“ am 11. Februar, um 0.35 Uhr, ORF 2

Viele Österreicher erinnern sich noch an die Diskussion in den 70er Jahren um die Republik Kugelmugel. Ein Haus, das der Künstler Edwin Lipburger zum eigenen Staatsgebiet erklärt hat. 500 solcher Miniaturstaaten soll es weltweit geben, alle getragen von unterschiedlichen Konzepten und zum überwiegenden Teil international nicht anerkannt. Sechs dieser Mikrostaaten präsentiert Regisseur Paul Poet als faszinierende Beispiele für eine gelungene Umsetzung oder das Scheitern des Traums von der Selbstbestimmung. Das Fürstentum von Sealand, knapp vor der englischen Küste etwa, schon in internationalen Gewässern, ist eine der bekanntesten Mikronationen. Ursprünglich eine Fliegerabwehrplattform aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde sie 1966 von Radiopiraten okkupiert und ist heute ein Hackerparadies aus Beton und Stahl. Manche dieser frei erfundenen Nationen sind kaum größer als eine Schaf-Farm oder eine Meeresplattform. Ihre Bewohner sind meist entwurzelte Menschen auf der konfliktreichen Suche nach Identität und Gemeinschaft. Für die Gründung ihres Utopia sind sie weltweit auf der Suche nach Freiräumen und nutzen rechtliche Schlupflöcher. „Empire Me“ unternimmt eine Reise zu solchen Mikronationen, Öko-Villages und ihren Sezessionisten, die sich fernab der Globalisierung ihre eigenen kleinen Welten bauen, um sich neue alternative Wege des Zusammenlebens zu suchen.

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