Bauernhof des Jahres: Mit jedem Schwein täglich mindestens zweimal auf Du und Du

Titschenbacher gratuliert Familie Gabriele und Herbert Stranzl zur Auszeichnung

Graz (OTS) - Der begehrte Titel "Bauernhof des Jahres 2018" der Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark und ihres Fachmediums "Landwirtschaftliche Mitteilungen" geht an Familie Gabriele und Herbert Stranzl aus Großhartmannsdorf im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnder Führung und einem kleinen Vorsprung, entschieden sie diese Auszeichnung für sich. Platz zwei erzielten Christine und Robert Stelzer, die in Gasen einen der steilsten landwirtschaftlichen Betriebe führen und sich zu angesehenen Alpakazüchtern etabliert haben und auch Alpaka-Wolle verarbeiten. Den dritten Stockerlplatz erreichten Andrea und Engelbert Uller aus St. Stefan im Rosental, die sich seit 2016 der Vulkanland-Weizenproduktion verschrieben haben. Insgesamt hat die Leserfamilie der "Landwirtschaftlichen Mitteilungen" bei diesem Wettbewerb 42.020 Online-, E-Mail oder Postkartenstimmen abgegeben. 18.846 entfielen auf Familie Stranzl, 17.400 auf Familie Stelzer und 2.361 auf Familie Uller. Dazu LK-Präsident Franz Titschenbacher: "Ich freue mich über den großen Zuspruch bei diesem Wettbewerb und gratuliere den Siegern und allen 23 Kandidaten sehr herzlich, die sich dem Wettbewerb stellten." 

Leidenschaftliche Schweinehalter 

"Wir sind täglich mindestens zweimal, meist aber öfter, mit allen unseren Schweinen auf Du und Du. Oft sind wir den ganzen Tag bei den Tieren. Es ist uns ein Herzensanliegen, dass unsere Schweine gesund sind und es ihnen gut geht", erzählen Gabriele und Herbert Stranzl aus ihrem Berufsalltag. Und sollten sie wirklich einmal ein paar Tage auf Urlaub sein, dann übernehmen die Eltern mit den Söhnen Gregor sowie Michael diese "schöne und interessante Aufgabe". Tierwohl hat bei Familie Stranzl einen besonders hohen Stellenwert. "Unsere Schweine sind vielbeschäftigt und folglich auch quietschvergnügt. Einem Fußballspiel ähnlich schupfen sie mit dem Rüssel immer wieder Bälle durch den Stall, beknabbern Weichholz, spielen mit herunterhängenden Ketten oder relaxen einfach", hebt Gabriele Stranzl hervor. 

Futter kommt überwiegend vom eigenen Hof - Mechanische Unkrautbekämpfung ist Standard 

Gabriele und Herbert Stranzl betreuen 220 Muttersauen. Deren Ferkel mästen sie mit überwiegend hofeigenem, gesundem Futter wie Weizen, Gerste, Mais oder Hirse, das in Fruchtfolge auch mit steirischem Ölkürbis angebaut wird. "Den Ackerunkräutern rücken wir standardmäßig mechanisch durch Hacken zu Leibe. Das tut den Pflanzen und dem lockeren Boden gut", ist Herbert Stranzl überzeugt, der den gesamten Ackerbau verantwortet. Lediglich Soja wird zugekauft. Begeistert ist Stranzl auch von Hirse als Schweinefutter: "Hirse, mit der ich teilweise Mais als Futter ersetze, fressen unsere Schweine sehr gerne. Als wertvoller Fruchtfolgepartner ist sie auch trockenheitstoleranter als Mais, aber auch als Weizen. Ich kann Hirse als Schweinefutter nur empfehlen." 

Marken Steirerglück und AMA-Gütesiegel 

Schweinefleisch von Gabriele und Herbert Stranzl firmiert unter den Herkunfts- und Qualitätsmarken "Steirerglück" beziehungsweise dem AMA-Gütesiegel. Beide Marken stehen für höchste, vertrauensvolle Fleischqualität. Steirerglück garantiert darüber hinaus, dass die Tiere in der Steiermark geboren, gemästet und geschlachtet sind. 

Zweiter und Dritter Platz 

Die Gasener Alpakazüchter Christine und Robert Stelzer wurden nur knapp auf Platz zwei verwiesen. Sie bewirtschaften sehr steile Grünlandflächen und haben sich auch der Forstwirtschaft verschrieben. Außerdem verarbeiten sie wertvolle Alpakawolle zu verschiedenen Wollprodukten. Besonders beliebt sind ihre Alpaka-Bettdecken, die sie auch im eigenen Hofladen anbieten. 

Platz drei erreichten mit ihrer Vulkanland-Weizen-Initiative Andrea und Engelbert Uller aus St. Stefan im Rosental. Landwirtschaftsmeister Engelbert Uller gehört zu den Urhebern der Vulkanlandweizenproduktion. Der Kernölerzeuger und Schweinebauer Uller: "Vulkanlandweizen ist eine interessante Nische. Neben fünf Bäckereien und einigen Gastronomiebetrieben gibt es diese Spezialität auch in mehreren Supermärkten der Region". (Schluss)

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Mag. Rosemarie Wilhelm,
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