Mit der Bahn von Wien nach Pyeongchang: Die Schieneninfrastruktur zwischen Theorie und Praxis

Die (fehlende) Interoperabilität von Eisenbahnsystemen war ein zentrales Thema des diesjährigen Forums Verkehr vom Konferenz- und Seminaranbieter imh

Wien (OTS) - Zwischen Theorie und Praxis liegen oft Welten. Ein Beispiel gefällig? Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang stehen ganz praktisch vor der Tür. Theoretisch könnte man auch hinfahren. Mit dem Zug zum Beispiel. Praktisch geht das allerdings nicht. Das liegt zum einen daran, dass man hierfür durch Nordkorea müsste, zum anderen aber auch an fehlenden Interoperabilitäten zwischen den einzelnen Eisenbahnsystemen. Und diese Interoperabilität war ein bedeutendes Thema beim imh Forum Verkehr, welches von 31. Jänner bis 1. Februar 2018 stattfand und nationale und internationale Verkehrsexperten versammelte.

Vor den Olympischen Winterspielen ist nach dem Forum Verkehr 2018

Die Eisenbahn ist ein hochkomplexes System, das in vielen Dingen noch national verhaftet ist. Umso dringlicher ist die Harmonisierung der Normen, Spezifikationen und Zulassungen auf europäischer Ebene. Denn gerade dort, wo die Eisenbahn ihre Stärken ausspielen könnte, stehen die vielen unterschiedlichen Regelungen effizienten Abfertigungen von großen Personenströmen im Weg. Ein weiteres Hindernis sind mitunter marktgetriebene Regelungen, die schlicht und einfach den Gesetzen der Physik widersprechen. Es gibt allerdings auch positive Entwicklungen und technische Pionierleistungen, die neue Anwendungen ermöglichen. Eine davon präsentierte dabei Christoph von Ah (SBB Cargo), dessen 5L Demonstratorzug den Schienengütertransport um 20% verbilligen könnte. Oder auch die im Burgenland eingerichtete Teststrecke für autonome Triebfahrzeuge, das Open Rail Lab.

Eine weite Reise hat bereits begonnen

Die Reise zur Bahn der Zukunft hat also bereits begonnen. Der Weg ist allerdings ein weiter – in etwa ebenso weit wie jener nach Pyeongchang. Theoretisch könnte man übrigens doch dorthin gelangen. Die Anreise dauerte etwa 193 Stunden, oder in anderen Worten: über 8 Tage. Praktisch könnte es noch erheblich schneller gehen, wenn die russische Breitspur es erst einmal nach Wien geschafft hat. Aber bis dahin werden noch viele Züge die Gleise entlanggleiten.

Das imh Forum Verkehr

Am 31. Jänner und 1. Februar 2018 trafen einander die Player der Verkehrsbranche im Arcotel Kaiserwasser in Wien, um sich über richtungsweisende Trends sowie zukünftige Mobilitätsanforderungen auszutauschen. Die relevanten Akteure der deutschsprachigen Eisenbahnwelt gaben sich hier in Wien ein Stelldichein. Von der ERA zur SBB Cargo über die Südtiroler Transportstrukturen AG bis zur bmvit und der ÖBB Infrastruktur AG: Am Forum Verkehr werden Weichen gestellt.

Details unter www.imh.at/forum-verkehr-rb

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