EU-Parlament: Ungerechtfertigtes Geo-Blocking beenden

EU-Parlament stimmt nächste Woche über die Gleichbehandlung von Online-Shoppern ab.

Wien (OTS) - Das EU-Parlament stimmt über neue Regelungen ab, nach denen Onlineverkäufer Käufer aus einem anderen EU-Staat so stellen müssen, als käme er aus ihrem eigenen. Das heißt, dass für alle Online-Shopper die gleichen allgemeinen Bedingungen, aber auch Preise gelten müssen.

Für Konsumenten heißt dies einen günstigeren Zugang nicht nur zu Waren, sondern auch zum Beispiel zu Hotelbuchungen oder Konzerttickets zu bekommen.

Im Detail: Alle EU-Konsumenten wie lokale Shopper behandeln 

 Internet-Käufer eines anderen EU-Landes müssen wie ein lokaler Kunde behandelt werden wenn sie:

- Waren Kaufen, deren Versand vom Verkäufer in seinen Allgemeinbedingungen angeboten wird oder die man sich abholen kann;

- Elektronische Dienstleistungen, die nicht unter Copyrightbestimmungen fallen, wie Cloudservices, Webhosting oder Firewalls in Anspruch nehmen;

- Eine Dienstleistung kaufen, die am Ort des Dienstleisters oder an dessen Vertragsort erbracht wird –  klassisches Beispiel: Hotelzimmer oder Sportevents.

Ein automatisches Re-Routen des Konsumenten aufgrund seiner Nationalität oder seines Wohnsitzes wird untersagt.

Digitale Inhalte, die Copyrights unterliegen, so wie E-Bücher, sind derzeit nicht von den neuen Regelungen umfasst, eine regelmäßige Evaluierung der Situation ist aber in der Regelung vorgesehen.

Nächste Schritte 

Das Europäische Parlament stimmt nächste Woche in seiner Plenarsitzung über die neue Regelung ab. Nach der Abstimmung im Parlament müssen dann die Mitgliedstaaten der Regelung zustimmen, eine prinzipielle Einigung mit dem Rat liegt aber bereits vor.

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