Vassilakou ad Welterbe-PK: Strache und Blümel wollen von Nazi-Liederbuch-Skandal ablenken

Stadt Wien in engem Austausch mit UNESCO – UNESCO-Delegation kommt bereits im März nach Wien

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Pressekonferenz von Vizekanzler Strache und Kanzleramtsminister Gernot Blümel zum Thema Welterbe verweist Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf die bereits im Herbst 2017 gestartete direkte Kommunikation mit der UNESCO, die in engster Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt läuft.

Schon im März 2018 wird auf Einladung des Bundeskanzleramts eine Delegation von UNESCO-Experten Wien besuchen und gemeinsam mit der Stadt Wien und dem Bundeskanzleramt offene Fragen klären. Der von Minister Blümel vorgeschlagene Frühherbst erscheint der Stadt Wien zu spät, wenn man den Dialog mit der UNESCO ernsthaft suchen möchte.

„Die Stadt Wien unternimmt alles, um die UNESCO umfassend zu informieren und hat dafür gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt einen Dialogprozess mit der UNESCO gestartet. Strache missbraucht den alljährlichen Statusbericht an die UNESCO, um von den Skandalen seiner Partei abzulenken. Die permanenten Naziskandale rund um FPÖ-Mitglieder richten international riesigen Schaden an. Die Stadt Wien kommt allen Wünschen der UNESCO nach Information akribisch nach und sucht gemeinsam mit dem Kanzleramt proaktiv das Gespräch mit der UNESCO“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Insbesondere sollen bei dem Experten-Meeting im März entlang der Beschlüsse des UNESCO-Komitees vom Juli 2017 in Krakau folgende Themen behandelt werden:

  • Vor-Ort Abklärung des geplanten Projekts am Heumarkt und Besichtigung der Welterbestätte und insbesondere des Areals Eislaufverein-Heumarkt und darauf aufbauend Diskussion und Analyse, ob das angesprochen Projekt negative Auswirkungen auf das historische Zentrum Wiens hat.
  • Vorstellung und Diskussion des „Wiener Hochhauskonzepts“
  • Vorstellung und Diskussion des Beschlusses des Wiener Gemeinderats vom 5.5.2017, in der Wiener Innenstadt keine Hochausstandorte zu ermöglichen
  • Abklärung, welche weiteren Informationen zum Karlsplatz übermitteln wären.

Der alljährliche Statusbericht ist nicht die abschließende Information an das Welterbekomitee, sondern ein alljährlicher Routinevorgang. Zum Thema „Heumarkt“ sind sehr viel weitreichendere Maßnahmen im Gange, die die Stadt Wien gemeinsam mit dem zuständigen Bundeskanzleramt plant und durchführt.

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Baur
Mediensprecher Vzbgm. Maria Vassilakou
andreas.baur@wien.gv.at

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