Nationalrat – Holzleitner: Bundesregierung schadet Bildungsstandort Österreich

Die Limitierung von Studienplätzen macht die Bildung abhängig von Geldressourcen

Wien (OTS/SK) - „Die neue Regierung hat sich Hürden statt Chancen ins Stammbuch ihrer Bildungspolitik geschrieben“, so SPÖ-Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, heute, Mittwoch, in der Nationalratsdebatte. „Wer künstliche Schikanen einzieht und Bildung vom Börserl und den Eltern abhängig macht, handelt antiquiert und schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich.“ **** 

Angehende Studierende sollen über das Studienangebot informiert werden anstatt Selektion durch fixe Zahlen und Knock-out-Prüfungen vorzunehmen, fordert Holzleitner: „Die Einführung von Zugangsbeschränkungen wie Aufnahmetests fördert nur das Geschäft mit Vorbereitungskursen. Bekannt ist diese Vorgehensweise in Studienfächern wie Medizin, wo angehende Studierende horrende Summen für Kurse bezahlen, die sie angeblich bestmöglich auf den Test vorbereiten sollen. Die Limitierung von Studienplätzen macht die Bildung abhängig von Geldressourcen.“  

„Laut einer aktuellen OECD-Studie ist die AkademikerInnenquote in Österreich noch immer unterdurchschnittlich“, so Holzleitner, die die Einführung von Studienplatzbeschränkungen deshalb als „kontraproduktiv“ erachtet. Holzleitner kritisiert auch die Weigerung der Bundesregierung die Ausnahmeregelung von berufstätigen Studierenden zu reparieren, die diese von Studiengebühren befreit.“ Die Realität der Studierenden sehe völlig anders aus, so Holzleitner: „Viele Studierende müssen arbeiten gehen, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. „Studierende werden in die Berufstätigkeiten gezwungen.“ Leistung werde nicht belohnt. „Im Gegenteil: LeistungsträgerInnen werden so bestraft.“  

„Die Maßnahmen, die die Bundesregierung plant, wird dem wissenschaftlichen Feld in Österreich keine Verbesserung bescheren. Sie werden Auswirkungen auf das gesamte universitäre Bildungssystem und den Arbeitsmarkt haben“, sagt Holzleitner, die ein gesamtheitliches Konzept für die Weiterentwicklung des tertiären Hochschulsektors vermisst und festhält: „Die Sozialdemokratie steht für einen freien und offenen Hochschulzugang, der allen Menschen gleichermaßen die Chancen auf Bildung ermöglicht.“ (Schluss) up/ls

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