VIRUS zu Abgasmessungen: Nicht wegschauen sondern verstärkt prüfen!

Wien (OTS) - Angesichts einer für heute angekündigten Präsentation von Verkehrsminister Hofer gemeinsam mit den Autofahrerklubs warnt die Umweltorganisation VIRUS vor einer Aufweichung der Prüfstandards für Abgasmessungen an Kraftfahrzeugen. " Skandale um manipulierte Software und überhöhte Abgaswerte und Tier- bzw. Menschenversuche haben jeder Form von Vertrauen in die Redlichkeit von Kfz-Herstellern den Boden entzogen. Ein Verzicht auf Abgasrohrmessungen wäre ein weiterer Kniefall und die Kapitulation der Politik," so Sprecher Wolfgang Rehm.

 

Ohnehin seien aus dem so genanten VW-Skandal, der sich in der Folge auch auf andere Produzenten ausgeweitet habe, kaum Konsequenzen gezogen und in Österreich die Täter mit Samthandschuhen angefasst worden. "Eine Umstellung auf das ausschließliche Auslesen einer Software, deren Quellcode nicht öffentlich ist, ist angesichts der aufgetretenen massiven Manipulationen mittels eben jener Software nicht tragbar," so Rehm. Auch bei Umweltverträglichkeitsprüfungen von Straßen zeigten sich bislang nicht gelöste Probleme mit real weit überhöhten Emissionen. Diesen stünde eine rechentechnischen Ermittlung der Auswirkungen von Luftschadstoffen gegenüber, deren Rechenansätze für die Emissionen die mehr oder weniger realitätsfern unter Laborbedingungen ermittelt wurden. Es brauche daher weiter Messungen am Abgasrohr, dies allerdings nicht nur am Prüfstand. "Da Messungen im Labor Prüfstand grundsätzlich verwundbar gegenüber Abschalteinrichtungen und dergleichen sind, müssen künftig Messungen im realen Fahrbetrieb mittels portabler Emissionsmonitoringsysteme, die am Abgasrohr messen, Rückgrat aller Prüfungen bilden", fordert Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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