Kogler/Maurer: Beschränkter Uni-Zugang behindert oder sperrt Studierende aus

Grüne sprechen sich für Eingangsphasen statt Zugangsbeschränkungen aus

Wien (OTS) - "Statt sich darum zu kümmern, dass Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen können, baut die Regierung höhere Mauern für den Unizugang. Österreich liegt sowohl bei der Zahl der StudienanfängerInnen, als auch bei der AkademikerInnenquote unter dem OECD-Schnitt", reagiert der Grüne Bundessprecher Werner Kogler kritisch auf die Pläne der Bundesregierung für die Novelle des Universitätsgesetzes. Ein beschränkter Unizugang behindere bzw. sperre Sudierende aus. Kogler betont, dass er grundsätzlich nichts gegen Eignungstests zur Orientierung hat, aber: "Wenn diese nur der Reduktion dienen, halte ich das nicht für zielführend."

"Die Regelungen sind bereits jetzt völlig undurchsichtig, und die dramatische Reduktion von Studienplätzen wird zu weiteren Verdrängungseffekten führen. Wenn die Universitäten künftig auch noch nach eigenem Gutdünken beschränken dürfen, ist das Chaos perfekt", ergänzt Sigrid Maurer, die langjährige Wissenschaftssprecherin der Grünen. Sie erinnert an die Medizin-Aufnahmetests, die zeigen, wie sehr Beschränkungen die soziale Selektion im Bildungssystem zur Folge haben. Besonders absurd ist die Beschränkung im Fach Informatik, in dem eigentlich viel mehr AbsolventInnen benötigt werden.

Eine bessere Verteilung der Studierenden auf unterschiedliche Fächer ist wünschenswert, sie mit Zugangsbeschränkungen zu erzwingen ist jedoch kontraproduktiv, meinen Kogler und Maurer unisono. Das Grüne Modell hingegen sieht eine allgemeine Studieneingangsphase vor, nach der eine informierte Studienwahlentschentscheidung getroffen wird. Entsprechend den Wünschen und Vorstellung der Studierenden selbst und nicht erzwungen durch ein sozial selektives Zugangsbeschränkungs-Regime.

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