NEOS: Pläne zur Uni-Finanzierung guter erster Schritt

Claudia Gamon: „Damit Zugangsbeschränkungen nicht zu einer Schikane werden, braucht es ein umfassendes Konzept, das bei einer fairen Studienplatzfinanzierung beginnt“

Wien (OTS) - Laut einem Entwurf zur neuen Uni-Finanzierung von Minister Heinz Faßmann soll es schon bald in weiteren Studienfächern die Möglichkeit für Zugangsbeschränkungen geben. „Dieser Vorstoß ist durchaus zu begrüßen, allerdings fehlen uns NEOS in diesem Entwurf noch einige Punkte, die für ein vollständiges und durchdachtes Konzept unerlässlich sind“, zeigt NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon auf. „Dass sich der neue Wissenschaftsminister an den Beschluss der höheren Dotierung der Universitäten gebunden fühlt, ist durchaus positiv. Zugangsbeschränkungen sind notwendig. Aber das macht noch kein vollständiges Konzept aus. Damit Zugangsbeschränkungen nicht zur reinen Schikane werden, braucht es grundlegende Änderungen im Finanzierungs- und Zugangssystem. Und zwar in erster Linie eine kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung“, betont Gamon. Dieses Modell orientiert sich an den tatsächlich anfallenden Kosten pro Studienplatz. „Für jede Studienrichtung sollen exakt die Bedürfnisse für eine qualitätsvolle Bildung definiert werden und somit eine optimale Betreuungsrelation gewährleistet sein. Nicht vergessen darf man auf die Ausweitung der Stipendienprogramme. Wir sind gespannt, ob Faßmann hier noch nachlegt“, so die NEOS-Wissenschaftssprecherin.

Gamon macht den Wissenschaftsminister auch darauf aufmerksam, dass das heimische Forschungsförderungssystem nach wie vor an seiner Kleinteiligkeit und an Mehrfachstrukturen leidet. „Hier fehlt immer noch die nötige Koordination im System sowie Transparenz. Die einst von Wissenschaftsminister Mitterlehner zugesagte Aufstockung der Mittel für den Wissenschaftsfonds (FWF) ist ebenfalls noch ausständig und höchst notwendig, um den Forschungsstandort Österreich abzusichern. Der FWF muss aufgewertet werden“, mahnt Claudia Gamon ein.

„Wir stehen für eine inhaltliche Diskussion bereit – es geht uns um die besten Chancen für alle Studierenden. Und das werden Zugangsbeschränkungen alleine nicht leisten können. Dafür braucht es eine faire Studienplatzfinanzierung“, betont Gamon.

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