VSStÖ ad Bundesregierung: Zugangsbeschränkungen sind nicht die Antwort, sondern das Problem!

Faire Chancen für alle angehenden Studierenden!

Wien (OTS) - Wie derStandard.at gestern berichtete, möchte die schwarz-blaue Bundesregierung bei der kommenden Nationalratssitzung am Mittwoch Regelungen beschließen, die es Universitäten ab Herbst 2019 ermöglichen sollen, neuen Zugangsbeschränkungen in Jus, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen einzuführen. 

„Zugangsbeschränkungen können niemals für eine faire Chancenverteilung sorgen. Vielmehr werden angehende Studierenden aus Familien, die keinen akademischen Hintergrund haben oder nicht die finanziellen Mittel besitzen, um der Vorbereitungskurs-Industrie ihren Tribut zu zollen, davon abgeschreckt ein Studium zu beginnen“, So Katharina Embacher, Vorsitzende* des Verbands Sozialistischer Student_innen. 

„Im Zeitalter der Digitalisierung können Zugangsbeschränkungen nicht die Antwort auf  schlechte Betreuungsverhältnisse und hohe Drop-Out-Raten sein. Besser wäre es das Angebot von Online-Kursen auszubauen und Projekte wie ‚Studieren probieren’ zu fördern, womit alle angehenden Studierenden sich über das riesige akademische Feld in Österreich informieren könnten. Dies würde den Zulauf zu den sogenannten 'Massenstudien' verringern und ebenfalls die Drop-Out-Raten senken“, erklärt Embacher. 

„Morgen beginnt der Spatenstich für den Umbau der Hochschulen: Unter der neoliberalen Prämisse der 'Kosteneffizienz' erbaut Schwarz-Blau einen Hort für die Kinder des ökonomisch besser gestellten. Wir werden weiterhin mit aller Kraft dagegen ankämpfen und immer laut sein, wenn Kurz und Strache einen weiteren Tiefschlag gegen das Hochschulwesen vorbereiten“, so Embacher abschließend.

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