Uni-Finanzierung – Kuntzl: Pläne von Schwarz-Blau bedeuten bis zu 15.000 weniger Studienplätze

SPÖ hat Erhöhung des Uni-Budgets und damit besseres Betreuungsverhältnis beschlossen – Schwarz-Blau errichtet neue Bildungshürden

Wien (OTS/SK) - „Weniger Studienplätze, neue Bildungshürden“, das ist das Fazit von SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl zu den Plänen von Schwarz-Blau für die Unis. „Durch die Ausweitung der Zugangsbeschränkung auf weitere Fächer und die Möglichkeit für die Unis, zusätzliche Beschränkungen selbst einzuführen, wird es zu einer deutlichen Reduktion der Studienplätze kommen. Im Laufe der kommenden Jahre ist mit rund 15.000 weniger Plätzen zu rechnen – d.h. 15.000 junge Menschen, die studieren wollen, können das dann nicht“, so Kuntzl. Treffen wird dies wieder v.a. Kinder aus sozial schwächeren Familien, die von Zugangsbeschränkungen schneller abgeschreckt werden. ****

Zum Argument von Wissenschaftsminister Faßmann, es gehe um bessere Betreuungsverhältnisse zwischen Lehrenden und Studierenden, erinnert Kuntzl daran, dass die SPÖ vergangenes Jahr mit der Erhöhung des Uni-Budgets genau dies beschlossen hat – und zwar gegen die Stimmen der ÖVP. 1,35 Mrd. Euro zusätzliches Budget für die Periode 2019 bis 2021 sind die notwendigen Mittel für mehr ProfessorInnenstellen und damit bessere Betreuung.

Kuntzl begrüßt den Ausbau der Studienplätze in Informatik, den auch SPÖ-Chef Christian Kern mehrfach gefordert hat. „Insgesamt wird es aber durch die Ausweitung der Zugangsbeschränkungen zu einer deutlichen Reduktion von Studienplätzen kommen. Die Beschränkung der Studienplätze in drei weiteren Fächern plus die Möglichkeit, zusätzliche Beschränkungen an den Unis selbst zu verfügen, wird Verdrängungseffekte auslösen, die Auswirkungen auch auf die Fachhochschulen, die pädagogischen Hochschulen und den Arbeitsmarkt haben.“

Gleichzeitig fehlen Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Durchmischung – „insgesamt werden neue Hürden aufgebaut, die besonders jene treffen, die finanziell nicht so gut gestellt sind und sich etwa teure Vorbereitungskurse vor Aufnahmeprüfungen nicht leisten können.“ (Schluss) mb/ah/mp

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