PISA – Hammerschmid fordert kostenfreie Ganztagsangebote und gemeinsames Lernen statt Separieren

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid sieht in der heute, Montag, präsentierten PISA-Sonderauswertung zum Bildungserfolg sozial benachteiligter Kinder klare politische Handlungsaufträge: „Erstens braucht es flächendeckende Ganztagsschulplätze, die von jenen, die sie besonders brauchen, auch genutzt werden können – das heißt, sie sollten kostenfrei sein“, so die Bildungssprecherin der SPÖ. „Zweitens liegt in der sozialen Durchmischung ein Schlüssel zum Bildungserfolg. Statt SchülerInnen zu separieren, brauchen wir gemeinsames Lernen“, so die ehemalige Bildungsministerin. ****

Die PISA-Sonderauswertung zum Anteil „resilienter“ SchülerInnen – das sind jene, die trotz sozialer Benachteiligung in den PISA-Testfeldern gute Kompetenzstufen erreichen –  zeigt, was zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. So lässt ein größeres Angebot der Schule abseits vom Unterricht im engeren Sinn den Anteil resilienter Schülerinnen steigen. Speziell ganztägige Schulangebote haben hier einen positiven Effekt. „Umso wichtiger war es, dass wir den massiven Ausbau der Ganztagsschulen mit 750 Mio. Euro durchgesetzt haben. Damit auch wirklich alle SchülerInnen die Angebote nutzen, sollte die Ganztagsschule kostenfrei sein“, bekräftigt Hammerschmid.

Klar zeigt der Bericht auch, dass benachteiligte SchülerInnen vom gemeinsamen Unterricht mit Kindern aus sozial stärkeren Familien profitieren. „Leider steht in der schwarz-blauen Bildungspolitik das Separieren, Aussondern und Druck im Vordergrund – durch eigene Deutschklassen, durch Noten für 6-Jährige und durch Vorhaben wie Aufnahmeverfahren für das Gymnasium, die neue Bildungshürden für sozial benachteiligte Kinder bedeuten“, kritisiert Hammerschmid. „Dabei zeigt der Bericht ganz klar: Gemeinsames Lernen, soziale Durchmischung und positive Motivation sind wesentliche Faktoren für mehr Bildungsgerechtigkeit.“ (Schluss) ah/mb

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