Lobautunnel: Kein Hausverstand bei Milliardengrab

Arbeitsplätze entstehen nicht auf Knopfdruck

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation VIRUS kritisiert Aussendungen von Wiener VP und SP-Funktionären zu Lobautunnel-Studien. "Wir gratulieren der VP zu ihrer Blindheit, sich einerseits mit Berufung auf Hausverstand über Peanuts für eine Alternativenstudie aufregen und gleichzeitig das Milliardengrab  mit Bundeshaftung, das tatsächlich ein Problem für den Steuerzahler darstellt, ignorieren zu können," so Sprecher Wolfgang Rehm.

 

Der SP-Gemeinderat Taucher habe sich im Gegensatz dazu immerhin die Mühe gemacht, Textpassagen aus der Studie wiederzugeben. Offenbar sei ihm aber weder aufgefallen dass man 20.000 Arbeitsplätze in der Seestadt nicht auf Knopfdruck erzeugen könne, noch dass das Entwicklungsvorhaben "Seestadt-Nord" wegen der dogmatischen Unflexibilität in den Vorstellungen zur Verkehrsentwicklung in kontraproduktiver Weise komplett zum Stillstand gekommen sei. "Die wohl aus Spargründen eingesetzten limitierten Methoden zur Verkehrsuntersuchung erlauben außerdem keine zuverlässigen Angaben zur Frage der Verkehrsentlastung, was auch auf jene der Asfinag zutrifft die im übrigen keine Entlastung durch die S1 ausweisen", erläutert Rehm. Es dürfe auch nicht übersehen werden, dass der "Expertenbericht" auch eine zwölfte Donauquerung bei der Ostbahnbrücke empfehle wie sie von der Umweltorganisation wiederholt gefordert wurde.

 

Nicht zuletzt sei auch die "dynamische Entwicklung" in Transdanubien zu hinterfragen und steuernd einzugreifen. "Dass sich die unkontrollierte Speckgürtelentwicklung des Südens von Wien in den dortigen Räumen wiederholt, ist ja gerade das, was die Stadt Wien immer eben gerade nicht wollte", kritisiert Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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