„ORF III Kulturdienstag“: „erLesen“ zum Opernball, Einstein-Schwerpunkt mit Doku-Premiere „Einsteins Wien“

Außerdem: Kurt Palms „Der Schnitt durch die Kehle“ anlässlich des 150. Todestags von Adalbert Stifter

Wien (OTS) - Der „ORF III Kulturdienstag“ am 30. Jänner 2018 eröffnet mit einer neuen Ausgabe des Büchermagazins „erLesen“ (20.15 Uhr), das diesmal im Zeichen des Opernballs steht, der am 8. Februar (ab 20.15 Uhr in ORF 2) stattfindet. Zu Gast bei Heinz Sichrovsky sind Dramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz, Opernsängerin Renate Holm, Schriftsteller Josef Haslinger und Autorin Irene Diwiak. Christoph Wagner-Trenkwitz ist Opernball-Spezialist, aber auch Chefdramaturg an der Wiener Volksoper, Intendant, Autor und Moderator. In seinem neuen Buch „Das Orchester, das niemals schläft“ gelingt ihm eine Hommage an die Wiener Philharmoniker – gespickt mit zahlreichen amüsanten Anekdoten. Sängerin Renate Holm feiert hingegen ihr 60-jähriges Bühnenjubiläum. Wie man mit Kunst das Leben meistert, verrät sie in ihrer Biografie „Wer seiner Seele Flügel gibt ...“. Josef Haslinger hat mit seinem Roman „Opernball“ Literaturgeschichte geschrieben. Vielfach ausgezeichnet, lebt der gebürtige Niederösterreicher heute in Leipzig und brachte zuletzt den Band „Zuflucht in Deutschland“ heraus. Aufwind erfährt auch Autorin Irene Diwiak, die mit ihrem Debütroman „Liebwies“ Kritiker und Publikum überzeugte. Darin schildert sie die Geschichte der völlig unbegabten Sängerin Liebwies, die in den 1920er Jahren zum Star wird – ein Lehrstück über falschen Glanz und die bedingungslose Gier nach Ruhm.

Anschließend folgt ein dreiteiliger Doku-Schwerpunkt über den Physiker Albert Einstein. Den Auftakt macht im Rahmen von „Erbe Österreich“ die TV-Premiere des Films „Einsteins Wiens“ (21.05 Uhr). Albert Einstein lebte nicht nur einige Zeit in Wien in einer Wohnung in Grinzing, er wurde auch wesentlich von den Wiener Gelehrten Ernst Mach und Kurt Gödel, mit denen er befreundet war, inspiriert. Im Film von Karl und Anna Sigmund begibt sich der österreichische Astrophysiker Franz Kerschbaum auf die Spuren von „Einsteins Wien“ und erklärt, welchen Anteil die Wiener Forschung an der Erkenntniswelt des Genies hatte.
Danach steht „Einstein. Genie und Rebell“ (21.55 Uhr) in „Mythos Geschichte“ auf dem Programm. Darin zeigt Regisseur Steve Carroll den privaten Einstein: einen Mann, der als Jude in Deutschland geboren wurde und 1933 auf der Flucht vor den Nazis in eine neue Welt aufbrach. Einen vielseitig interessierten Bürger, der sich neben Physik auch mit Politik, Krieg und Frieden beschäftigte. Einen Liebhaber der Philosophie, der Künste und der Frauen. Den Abschluss des Einstein-Schwerpunkts bildet die Doku „Einstein – Anatomie eines Genies“ (22.45 Uhr). Obwohl niemand eine Autopsie angeordnet hatte, wurde Albert Einsteins Gehirn nur wenige Stunden nach seinem Tod von einem Arzt entnommen und gestohlen. Wollte der Mediziner dem Genie des Physikers auf die Spur kommen? Und war Einsteins Gehirn tatsächlich anders? Der Film von Tom Cholmondeley sucht Antworten auf diese Fragen.

Anlässlich des 150. Todestags von Adalbert Stifter schließt der Abend mit einem „ORF III Spezial“: Kurt Palms Film „Der Schnitt durch die Kehle“ (23.35 Uhr), der versucht, den Schriftsteller in ein neues Licht zu rücken. Adalbert Stifters Leben und Werk waren von einem Hang zum Exzessiven, Pathologischen und Abgründigen bestimmt. Gerade diese Eigenschaften machen seine Literatur auch für heutige Leser/innen spannend und aktuell.

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