Fixe Demozonen in Wien als Schutz für Konsumenten, Händler und deren Geschäftslokale

Demos in der Wiener Innenstadt verringern Jahresumsatz im Einzelhandel um rund 2,6 Prozent

Die Demonstrationsfreiheit und das Recht der freien Meinungsäußerung stehen selbstverständlich über kommerziellen Interessen. Allerdings haben auch die heimischen Handelsunternehmen ein berechtigtes Interesse an einer möglichst ungestörten Geschäftsausübung
Rainer Will
Allein die zahlreichen Ringsperren kosten dem Handel jährlich ca. 35 Mio. Euro bzw. rund 120 Arbeitsplätze
Rainer Will

Wien (OTS) - Angesichts der Häufung von Demonstrationen und Straßensperren im ersten Wiener Gemeindebezirk sowie auf der Mariahilfer Straße fordert der Handelsverband die Festlegung vordefinierter, fixer Demozonen. "Die Demonstrationsfreiheit und das Recht der freien Meinungsäußerung stehen selbstverständlich über kommerziellen Interessen. Allerdings haben auch die heimischen Handelsunternehmen ein berechtigtes Interesse an einer möglichst ungestörten Geschäftsausübung", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

In der Wiener Innenstadt werde dies immer schwieriger, da weitläufige Straßensperren bereits im Vorfeld und teils chaotische Zustände während der Demos die Konsumenten vertreiben. Neben den damit einhergehenden Umsatzeinbußen haben die betroffenen Händler immer wieder mit Sachbeschädigungen zu kämpfen. "Allein die zahlreichen Ringsperren kosten dem Handel jährlich ca. 35 Mio. Euro bzw. rund 120 Arbeitsplätze", bestätigt Will, "daher brauchen wir dringend eine konstruktive Lösung, um demokratische Grundwerte zu sichern, ohne den Handelsunternehmen daraus entstehende Kosten aufzubürden."

Die Einrichtung geeigneter Demozonen, etwa am Wiener Schwarzenbergplatz, könnte Abhilfe schaffen und die berechtigten Interessen von Händlern, Politikern, Anrainern, NGOs und Demonstranten unter einen Hut bringen. Wünschenswert wären aus Sicht des Handelsverbandes auch eine Verlängerung der Demo-Anmeldefrist von 24 auf 72 Stunden, um entsprechende Vorbereitungen zu erleichtern.

Der Handelsverband hat bereits im Vorjahr gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundeskriminalamt die Initiative "Gemeinsam Sicher beim Einkaufen" ins Leben gerufen.


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