SPÖ Wien Landesparteitag - SJ-Wien Herzog: „Wien muss das Bollwerk gegen Rechts sein, egal wer Bürgermeister wird“

Vor dem Landesparteitag stellt die Sozialistische Jugend Wien ihre Forderungen an den nächsten Vorsitzenden - SJ fordert mehr Parteidemokratisierung und klare Haltung gegen Rechts.

Wien (OTS) - „Egal wer diese Wahl gewinnt: Wir müssen fest zusammenhalten, um gegen die Angriffe der Schwarz-Blauen Regierung Widerstand zu leisten und sozialdemokratische Visionen glaubhaft formulieren zu können“, sagt Fiona Herzog, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien. „Wir dürfen uns in Wien auch nicht spalten lassen. Es darf keine Debatten, etwa über die Kürzung der Mindestsicherung für bestimmte Gruppen geben. Alle Menschen, die in Wien leben sind Wiener und Wienerinnen. Ihnen steht das gleiche zu, egal woher sie kommen.“

Gleichzeitig fordert die SJ, dass sich die Strukturen der Partei weiterentwickeln. Herzog dazu: „Der nächste Vorsitzende wird schon wieder ein Mann. Wo bleiben Andrea und Michaela? Es gibt vom letzten Landesparteitag schon Beschlüsse, dass sich alle neu gewählten Gremien mit Hürden für Frauen in unseren Organisationsstrukturen auseinandersetzen müssen. Diese Beschlüsse gehören umgesetzt!“

Außerdem kritisiert die SJ, dass sich die Vielfältigkeit der Partei nicht unter den roten Gemeinderatsabgeordneten wiederfindet. „Unsere Mandatar_innen sind vor allem ältere weiße Männer. Viele bleiben viel zu lange in ihren Positionen. Junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund sollen auch eine Chance bekommen. Deswegen fordern wir erhöhte Quoren für Langzeitmandatar_innen“, so Herzog. Das bedeutet, dass bei der Listenerstellung für die Wahl auf Ausgewogenheit geachtet und diese Liste auf einem Landesparteitag abgestimmt werden soll. Wobei jene, die bereits mehrere Perioden gedient haben, die Zustimmung von Zwei-Drittel der Delegierten am Landesparteitag brauchen.

„Die SPÖ Wien hat eine besonders wichtige Rolle im Kampf gegen die erstarkende Rechte. Das bedeutet einerseits, aktiven Widerstand auf der Straße zu leisten, andererseits, dass wir uns als Partei möglichst breit aufstellen. Wir müssen Menschen wieder dafür begeistern bei uns mitzumachen. Deshalb brauchen wir bessere Repräsentation unserer Mitglieder und echte Mitbestimmung“, so Herzog abschließend.

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