OFFENER BRIEF: ÖVP-Bürgermeister: Die Zukunftsregion Kärnten braucht ein neues Miteinander, kein Auseinanderdividieren der Regionen

Kommentar von Uni-Rektor Vitouch verunglimpft Leistungen der Menschen in den Tälern und Regionen als nicht zukunftsorientiert.

Klagenfurt (OTS) - Der heute, Mittwoch, in einer Kärntner Tageszeitung erschienene Kommentar von Uni-Rektor Oliver Vitouch zu Kärnten und seiner Entwicklung ist ein Beleg für ein Elfenbeinturm-Denken im Zentralraum.

„Wir Bürgermeister in den Städten, Tälern und Gemeinden, die von Innovation heimischer Betriebe genauso leben wie von Lebensmittelproduktion, von Tourismus, Brauchtum und Gewerbebetrieben, wehren uns massiv gegen die Darstellung, dass alles, was im ländlichen Raum passiert, nicht zur Zukunft des Landes beitragen würde“, beziehen heute die 43 Kärntner ÖVP-Bürgermeister Stellung.
Sie sehen im Kommentar von Rektor Vitouch eine einseitige Analyse ohne konkrete Maßnahmen, die verschiedene Bevölkerungsgruppen des Landes auseinanderdividiert und die die Kluft zwischen Zentralraum und Tälern und Gemeinden vergrößert. Gerade die Mischung aus Gewerbe, KMU, innovativen Neugründungen, Brauchtum, Tradition und Vereinsleben macht die Täler und Regionen zu einem funktionierenden Lebens- und Siedlungsraum. Wenn regionale Lebensmittelproduktion, erneuerbare Energie, die Gestaltung und Pflege der Kulturlandschaft und die Schaffung von Identität keine Zukunftsthemen sind, stellt sich die Frage, in welchem Auftrag der Uni-Rektor den Kommentar verfasst hat. „Das alles gehört zu Kärnten, auch in Zukunft. Es mag nicht alles sein, aber ohne diese Grundpfeiler in den Tälern und Gemeinden wird der ländliche Raum zum Museum“, betonen die ÖVP-Bürgermeister.

Am Beispiel Bayerns, mit dem Konzept „Laptop & Lederhose“ wird ersichtlich, dass Traditionelles, Gewerbe, KMU und Innovation sehr wohl eine Berechtigung haben und gegenseitigen Nutzen stiften. In Bayern wurde nicht nur in den Zentralraum investiert, sondern gezielt Betriebe in den Regionen angesiedelt, bei gleichzeitigem Ausbau der Infrastruktur.
Ja, Kärnten braucht mehr und Kärnten kann auch mehr. Kärnten muss im Wettbewerb bestehen und Kärnten muss aufholen.

Damit Kärnten eine Zukunftsregion wird, braucht es Investitionen in die Infrastruktur (Breitbandausbau, Straßen- und Wegenetz), in die Ausbildung (MINT-Fächer, Innovationstechnologien) und konkrete Maßnahmen der Betriebsansiedelung (tatsächlich z. B. im Bereich smarte Technologien und Nachhaltigkeit).

Kärnten braucht sicher eine Digitalisierungs-Offensive, damit es als Wirtschaftsstandort attraktiv ist und junge Menschen auch zu Hause erfolgreich sein können. Wir wollen Kärnten zu einer pulsierenden Zukunftsregion machen – das umfasst für uns auch den ländlichen Raum, die Traditionen und die regionalen Strukturen. Damit junge Menschen nicht mehr aus Kärnten abwandern, braucht es: einen funktionierenden attraktiven Lebensraum und gute, zukunftsfähige Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

„Herr Vitouch lobt Kärntens Naturschönheit, Nachhaltigkeit und südliches Flair und vergisst, dass das die Leistung all jener ist, die er heute in seinem Kommentar als nicht zukunftsorientiert erachtet“, so die 43 ÖVP-Bürgermeister. Was wir wollen, ist, die vielen Stärken unserer Städte, Täler und Gemeinden in einem neuen Miteinander zu fördern und zu bündeln. Für einen neuen Aufbruch in Kärnten, der eben „Laptop & Lederhosen“ integriert.

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