NEOS: Alte Rollenbilder raus, moderne Frauenpolitik rein

Collini/Gamon: Besonders in Niederösterreich stimmt der Satz „Wenn die Frauen gehen, stirbt das Land“

St. Polten/Wien (OTS) - Vier Tage vor der Landtagswahl am 28. Jänner präsentierten NEOS heute ihre Pläne für eine moderne Frauenpolitik. Für NEOS Spitzenkandidatin Indra Collini gilt es vor allem, das veraltete Frauenbild, das in Niederösterreich herrscht, aufzubrechen. „Niederösterreich ist das einzige Bundesland mit einer Landeshauptfrau, aber das bringt den Niederösterreicherinnen nichts. Was die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen und die Kinderbetreuung betrifft hinken wir in Niederösterreich weit hinterher!“, ärgert sich Collini, für die auch das Thema Landflucht auf eingefahrene Strukturen und konservative Rollenbildern zurückzuführen ist. 

Mangelnde Kinderbetreuung führt Frauen in die Teilzeit 

In Niederösterreich sperren über fünfzig Prozent der Kindergärten vor 16:00 zu – besonders im ländlichen Raum sei das ein Problem, so Collini. Außerdem kritisiert sie die überdurchschnittlich hohe Anzahl von mehr als 31 Schließtagen in niederösterreichischen Kindergärten: „Wie sollen Frauen einen Ganztagsjob machen, wenn sie nicht sicher sein können, dass ihre Kinder ordentlich betreut werden? Nicht jede_r hat einen Familienverband auf den sie/er zählen kann“. 

Eine direkte Auswirkung der mangelnden Kinderbetreuungsplätze sei die hohe Teilzeitquote bei Frauen, die in Niederösterreich mit 40% sehr hoch ist. „Dadurch liegt unser Land bei der Einkommensschere im letzten Drittel. In Niederösterreich verdienen Frauen noch immer um ein Drittel weniger als Männer“, rechnet Collini vor. „Solange sich die Verteilung von unbezahlter Arbeit und bezahlter Arbeit nicht angleicht, können wir bei uns im Land nicht von moderner Familienpolitik sprechen. Unser Ziel ist eine echte Geschlechtergerechtigkeit herzustellen, die Frauen mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ermöglicht.“ 

NEOS als Reformmotor einer modernen Frauenpolitik 

Die NEOS wollen in den kommenden fünf Jahren Reformen in dem Bereich Frauen- und Familienpolitik auf allen Ebenen vorantreiben. „Wir zeigen schon im Nationalrat täglich, dass wir Bewegung in diese Debatte bringen. Das werden wir auch im Landtag tun“, kündigt die pinke Spitzenkandidatin an. Auch für NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon gibt es sowohl in Niederösterreich als auch auf Bundesebene viel zu tun: „Die neue Bundesregierung zementiert konservative Rollenbilder ein, anstatt ernsthaft etwas gegen Geschlechterungerechtigkeit zu unternehmen.“ 

Neben der angesprochenen Senkung der Teilzeitquote und dem Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen brauche es eine Vielzahl an steuerlichen, arbeitsmarkt- und familienpolitischen Maßnahmen damit Frauen ihr volles Erwerbspotential besser nutzen könnten, so Gamon: „Dass es zusehends wichtiger für junge Frauen wird, sich auch beruflich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein ist unbestritten. Schafft man keine Jobmöglichkeiten und Rahmenbedingungen, die die Vereinbarung von Familie und Beruf erleichtern, wandern die jungen Frauen ab.“  

Man könne Niederösterreich hier „nicht schönreden“, kritisiert Collini. Vor allem im Waldviertel sei das Problem besonders groß. NEOS rechnen vor: Die Bezirke Zwettl, Waidhofen an der Thaya und Gmünd gehören zu den am stärksten betroffenen Gebiete Österreichs. „Sie sehen: es gibt viel zu tun“, so die NEOS Spitzenkandidatin, die verspricht: „Wir werden die Landeshauptfrau bei ihrer Ankündigung einer ‚modernen Familienpolitik’ beim Wort nehmen und in den kommenden fünf Jahren nicht nur im Parlament, sondern auch im Landtag das sein, was wir am besten können: ein Motor für die dringend notwendigen Reformen.“

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