Seniorenrat und Bundesjugendvertretung bilden „Allianz der Generationen-Sozialpartner“

Korosec, Blecha, Tiwald und Zoll fordern Gleichstellung aller Sozialpartner

Wien (OTS) - Bei einem Treffen von VertreterInnen des Österreichischen Seniorenrates und der Österreichischen Bundesjugendvertretung kritisierten die Seniorenratspräsidenten Ingrid Korosec und Karl Blecha und die Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung Martina Tiwald und Christian Zoll einhellig, dass ältere und jüngere Menschen noch immer nicht bei allen politischen Entscheidungen eingebunden sind.

Die vier Generationenvertreter gelangten bei dem Gespräch zur gemeinsamen Meinung, dass der Sozialpartnerschaft weiterhin eine starke bzw. noch stärkere Rolle in der Gesellschaft zukommen muss.  

Eine gesetzliche Gleichstellung von Seniorenrat und Bundesjugendvertretung als Sozialpartner ist derzeit in Angelegenheiten vorgesehen, welche die Interessen der österreichischen Senioren bzw. Jugend berühren können. Beide Interessenvertretungen sindüberzeugt, dass es kaum Bereiche gibt, die Senioren oder junge Menschen nicht betreffen. 

Um eine noch aktivere Rolle in der Sozialpartnerschaft übernehmen zu können, wird daher die konsequente und umfassende Anerkennung als Sozialpartner gefordert, beispielsweise durch eine diesbezügliche Änderung im Bundes-Seniorengesetz und im Bundes-Jugendvertretungsgesetz. 

Auch in anderen Themenbereichen stimmten die Senioren- und Jugendvertreter überein: 

Präsidentin Ingrid Korosec zeigte sich überzeugt davon, dass „Politische Bildung und Medienkompetenz im Zeitalter der Informationsgesellschaft und der Sozialen Medien unbedingt notwendig geworden ist, um die täglichen Meldungen kritisch hinterfragen zu können. Die Forderung nach einer flächendeckenden Umsetzung von Politischer Bildung als eigenes Schulfach ab der 5. Schulstufe in allen Schulformen wird von Jung und Alt daher einhellig eingefordert.“ 

Präsident Karl Blecha begrüßte die Umstellung auf E-Government und elektronischen Datenverkehr als Vereinfachung und Erweiterung des Spektrums für den Zugang zu Behörden, wies aber auch darauf hin: „Für den Einzelnen darf dies aber nicht zur Abschaffung der Möglichkeit führen, wie gewohnt Anträge oder Ersuchen wie bisher auch in Papierform zu stellen. Digitalisierung muss als Chance für die Zukunft verstanden werden, darf aber im Gegenzug nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führen.“ 

„Jung und Alt eint auch das gemeinsame Bekenntnis zu Europa.“, stellte die BJV-Vorsitzende Martina Tiwald fest und weiter: „Entscheidungen in Österreich müssen auch immer in einem europäischen und internationalen Kontext gesehen werden. Mit großen Interessen wird daher die Weiterentwicklung der EU-Jugendstrategie verfolgt, die unter der EU-Präsidentschaft Österreichs in der heurigen 2. Jahreshälfte 2018 beschlossen werden soll.“ 

BJV-Vorsitzender Christian Zoll zeigte sich erfreut darüber, dass auch im Bereich der Pensionen keine Streitpunkte bestehen. „Für gerechte Pensionen in der Zukunft unterstützen die Jugend- und die Seniorenvertretung einhellig die Forderung, Maßnahmen zu schaffen, die zu einer Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters und damit einem Näherkommen an das gesetzliche Pensionsalter führen. Ebenso soll es durch Abschaffung aller noch bestehender Pensionsprivilegien zu mehr Gerechtigkeit bei den Pensionen kommen.“ Damit zusammenhängend erinnerte Zoll auch an die gemeinsame Forderung, dass künftig die schlechtesten Versicherungsjahre, wie Praktika, nicht in den Durchrechnungszeitraum für die Pension einbezogen werden. 

Seit Einführung des Bundes-Jugendförderungsgesetzes im Jahr 2001 sind die Förderbeträge der Basisförderung der Jugendorganisationen unverändert geblieben. Der Verbraucherpreisindex hat sich von Jänner 2001 bis Dezember 2017 jedoch um 37,7 % verändert. Die Seniorenratspräsidenten Korosec und Blecha unterstützen daher ebenso mit voller Kraft die Forderung der Jugend nach einer Wertanpassung bei der Jugendförderung, um den Jugendorganisationen in gewohntem Umfang auch weiterhin ihre Leistungen an ihren Mitgliedern und für unser Land zu ermöglichen.

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