Präsentation des neuen ORF-III-Zweiteilers „Der Soziale Wohnbau – Eine Institution macht Geschichte“

TV-Premiere am 3. März ab 20.15 Uhr in ORF III

Wien (OTS) - Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bevölkerung Wiens binnen kürzester Zeit auf zwei Millionen angewachsen, die Wohnungen wurden knapp, waren überbelegt und zu teuer. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm in Wien und in weiterer Folge in ganz Österreich mit dem sozialen Wohnbau ein Projekt zur Verbesserung der Lebensumstände seinen Anfang: Rund 65.000 Gemeindewohnungen wurden gebaut, die sogar über eine eigene Infrastruktur verfügten. Die sogenannten „Städte in der Stadt“ wurden im Laufe der Zeit auch Teil der österreichischen Identität, wenn auch der Zweite Weltkrieg eine erhebliche Zäsur in der Wohnbautätigkeit darstellte. Heute ist der Gemeindebau verewigt in Filmen, Serien und Liedern. Die zweiteilige ORF-III-Neuproduktion „Der Soziale Wohnbau – Eine Institution macht Geschichte“ von Wolfgang Winkler thematisiert die Historie dieser österreichischen Innovation und ihre nachhaltige Bedeutung für das Land. Gestern, am Dienstag, dem 23. Jänner 2018, luden ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig zur Präsentation des Zweiteilers in den Waschsalon Nr. 2 des berühmten Wiener Karl-Marx-Hofs, des längsten zusammenhängenden Wohnbaus der Welt. Die TV-Premiere beider Filme erfolgt am Samstag, dem 3. März, ab 20.15 Uhr in ORF III im Rahmen der „zeit.geschichte“.

ORF-Generaldirektor Wrabetz: „Leistbarer Wohnraum und verlässliche Information sind wesentliche Bereiche der Grundversorgung einer Gesellschaft“

„Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk und funktionierender sozialer Wohnbau haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermutet“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, der selbst in einem Wiener Gemeindebau, dem Helmut-Qualtinger-Hof, aufgewachsen ist. „Leistbarer Wohnraum und verlässliche Information sind wesentliche Bereiche der Grundversorgung einer Gesellschaft. Daher ist es wichtig, dass sich ORF III in einer eigenen Dokumentation mit der Entwicklung des sozialen Wohnbaus auseinandersetzt“, so Wrabetz.

Stadtrat Ludwig: „Der soziale Wohnbau Wiens liegt seit jeher am Puls der Wohnbedürfnisse“

Ebenfalls in einem Gemeindebau – in Wien-Floridsdorf – groß geworden ist Dr. Michael Ludwig, Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung. Das Thema sozialer Wohnbau liegt ihm besonders am Herzen: „Im ‚Roten Wien‘ der Zwischenkriegszeit wurden die Grundlagen der heutigen Wohnbaupolitik geschaffen, die weltweit als vorbildlich gelten“, sagt Ludwig. „Der soziale Wohnbau Wiens liegt seit jeher am Puls der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung. Wichtige gesellschaftliche Aspekte wie die soziale Durchmischung und der Zusammenhalt der Generationen fließen ebenso mit ein wie hohe ökologische Anforderungen. Neben dem Einsatz beträchtlicher Fördermittel der Stadt zählt dies zu den Erfolgsrezepten, die Wien zur Weltmeisterin des sozialen Wohnbaus gemacht haben. Rund 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben heute in einer geförderten oder Gemeindewohnung.“

Regisseur Wolfgang Winkler: „Nicht nur ein Film über den Gemeindebau!“

„Nach nur kurzer Beschäftigung mit dem Thema ‚Sozialer Wohnbau‘ war schnell klar: Das wird nicht einfach nur ein Film über den Gemeindebau. Das ist viel mehr!“, erzählt Filmemacher Wolfgang Winkler, der sich selbst als „Kind des zehnten Bezirks“ bezeichnet. „Hier wurde über Generationen eine Strategie im Wohnbau verfolgt, die schlussendlich dazu geführt hat, dass gut die Hälfte aller Wohnungen in Wien dem sozialen Wohnbau zugerechnet werden können. Klar, dass in beinahe 100 Jahren auch durchaus Fehler gemacht wurden. Aber, aus diesen Fehlern hat man versucht zu lernen, und es wurde zumindest so viel richtig gemacht, dass Delegationen aus aller Welt nach Wien kommen, um sich anzusehen, wie man möglichst wenig falsch macht“, so Winkler.

Weitere Details zur Dokumentation „Der Soziale Wohnbau – Eine Institution macht Geschichte“ sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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