Vilimsky: „EZB-Chef Draghi soll G30 verlassen“

„Mitgliedschaft in dem elitären Finanzclub ist mit einer Funktion in der Europäischen Zentralbank unvereinbar“

Wien (OTS) - „EZB-Chef Marion Draghi soll die Group of 30 umgehend verlassen. Eine Mitgliedschaft in dieser ominösen Gruppe ist mit seiner Funktion als Chef der Europäischen Zentralbank in keiner Weise vereinbar“, forderte heute Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär.

Hintergrund ist eine von der EU-Ombudsfrau Emily O´Reilly geführte Untersuchung, die nun ebenfalls zu diesem Schluss gekommen ist. „O´Reilly macht dabei klar, dass weder der Präsident der EZB noch andere Mitglieder von Entscheidungsgremien der EZB in der G30 Mitglied sein sollten. Das halte ich für völlig richtig“, so Vilimsky.

Die G30 ist eine in Washington ansässige Organisation, die sich aus Chefs von wichtigen Privatbanken und Zentralbanken zusammensetzt. Dazu gehören unter anderem Jacob Frenkel von JP Morgan, Ex-US-Finanzminister Timothy Geitner, der nun bei Warburg ist, Gerd Häusler von der Bayerischen Landesbank, Philipp Hildebrand vom weltweit größten Vermögensverwalter BlackRock oder Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Ins Leben gerufen wurde die Group of Thirty 1978 auf Initiative der Rockefeller-Stiftung. Seit Ende der Neunziger soll die diskrete Gruppe eine zentrale Rolle bei der Führung des globalen Finanzsystems spielen, heißt es.

„Das Problem ist unter anderem, dass Draghi dort mit Mitgliedern von Banken zusammensitzt, die von der EZB direkt oder indirekt beaufsichtigt werden. Die Gruppe agiert offenbar auch sehr diskret und unterliegt keinerlei öffentlicher Kontrolle. Das ist mit einer Funktion in der EZB definitiv unvereinbar und trägt keineswegs dazu bei, das Vertrauen in die Institution zu stärken“, so Vilimsky.

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