ÖVP-Mandl: Visafreiheit und Förderprogramme für Kosovo

Mord an kosovarischem Serbenführer: "Aufklärung bevor es zu Spekulationen kommt" / Bessere Zusammenarbeit EU-Kosovo

Straßburg (OTS) - "Die Zukunft des Kosovo liegt in Europa. Dafür müssen allerdings beide Seiten mehr tun. Ich bin für Visafreiheit für Kosovaren im Schengenraum, wenn Kosovo im Gegenzug alle Kriterien erfüllt hat.
Für alle anderen Westbalkan-Staaten herrscht bereits Visafreiheit", so der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl heute gegenüber einer Gruppe von 15 kosovarischen Parlamentsabgeordneten aller Parteien.

Mandl, der auch Präsident der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft ist, traf die kosovarischen Politiker in Straßburg bei einem Zusammentreffen des gemischten Ausschusses aus europäischen und kosovarischen Abgeordneten. Der ÖVP-Mandatar wies auf den bevorstehenden zehnten Jahrestag der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung hin. "Gerade jetzt ist es wichtig, den jüngsten Staat Europas nicht alleinzulassen".

Thema der Gespräche war auch der gestrige Mord an dem moderaten kosovarischen Serbenführer Oliver Ivanovic: "Ich habe volles Vertrauen in die kosovarische Polizei. Wichtig ist eine rasche Aufklärung bevor es zu wilden Spekulationen und Verschwörungstheorien kommt", sagte Mandl.

Mandl regte spezielle Förderprogramme für Kosovaren an, die bereits in der EU studiert oder gearbeitet haben. "Die teils hochqualifizierte kosovarische Diaspora in ganz Europa muss Anreize erhalten, in ihr Heimatland zurückzukehren und dort zu arbeiten - sei es in der öffentlichen Verwaltung oder als Unternehmer, um Arbeitsplätze zu schaffen", so der Europaabgeordnete.

Gerade der Gesundheitssektor ist für Mandl ein Bereich, in dem Zusammenarbeit wichtig ist. Oft können wichtige Operationen nicht im Land durchgeführt werden. "Hier sind es vor allem wir aus den EU-Staaten, die unserem Nachbarn helfen müssen. Nicht nur weil eine historische Freundschaft zum Kosovo besteht, sondern weil die Entwicklung ganz Europas untrennbar mit der politischen und sozialen Stabilität in Südosteuropa verbunden ist", betonte Mandl abschließend.

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