NEOS Wien: Althangrund – der nächste „Heumarkt“?

Fehlende Bürgerbeteiligung und ein falsches Spiel von SPÖ und Grüne

Wien (OTS) - „Es ist schade, dass die rot-grüne Stadtregierung aus dem Heumarkt-Desaster gar nichts gelernt hat und bei den Althangründen sehenden Auges wieder in das nächste Debakel schlittert. Die Interessen der Wienerinnen und Wiener sind SPÖ und Grünen wieder einmal egal. Das Leitbild für den südlichen Teil des Areals wurde ohne Mitsprachemöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger erstellt. Dass sich nun Initiativen bilden, die sich gegen 126 Meter hohe Hochhäuser wehren, ist nur nachvollziehbar“, stellt Beate Meinl-Reisinger, Klubvorsitzende von NEOS Wien fest.

„Von Anfang an wurden sowohl die gesamte Opposition, als auch die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks zwar informiert, aber aus dem eigentlichen Entscheidungsprozess ausgeschlossen. Zu jedem Zeitpunkt aber waren die Planungssprecher und Bezirkspolitiker von SPÖ und Grünen involviert und haben mitentschieden. Dass sich SPÖ und Grüne im Bezirk nun plötzlich gegen das Projekt stellen, zeigt eindeutig, dass hier gegenüber den Bewohnern des Alsergrunds ein doppeltes Spiel getrieben wird“, so Szabolcs Nagy, Klubobmann von NEOS im Neunten. 

Am Althangrund hätte sich eigentlich eine städtebauliche Jahrhundertchance geboten. 2011 wurde ein großer Leitbildprozess begonnen, der das gesamte Planungsareal Althangrund vom Julius-Tandler-Platz im Süden bis zum U-Bahn-Knoten Spittelau im Norden umfassen sollte. „Davon ist man wieder abgekommen – zum Leidwesen der Wiener Bevölkerung, denn statt einem Gesamtkonzept gibt es jetzt nur Insellösungen. Diese isolierte Betrachtung von einzelnen Gebieten ist definitiv die falsche Herangehensweise. Wir wollen, dass das ein Kilometer lange Areal in seiner Gesamtheit betrachtet und städtebaulich entwickelt werden soll. Diese Chance darf einfach nicht vergeudet werden“, fordert Nagy. NEOS am Alsergrund bringt deshalb in der heutigen Bezirksvertretungssitzung Anträge ein, die zum Ziel haben, den Planentwurf samt Bebauungsplan auf das nördliche Gebiet auszuweiten sowie ein integriertes Leitbild für das gesamte Areal unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zu erstellen.

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