Neues Volksblatt: "Staubfrei" von Markus EBERT

Ausgabe vom 17. Jänner 2018

Linz (OTS) - Wir sind zwar in der Entwicklung des autonomen Fahrens schon sehr weit, die High-Tech-Fahrzeuge sind allerdings auf Schotterstraßen unterwegs. So könnte man, zugegeben mit etwas Übertreibung, in Bezug auf die Digitalisierung die Diskrepanz zwischen dem bereits Möglichen und den vorhandenen Bedingungen beschreiben.
Faktum ist: Die Digitalisierung ist nichts, was uns erst übermorgen ins Haus steht, sondern wir sind mittendrin. Es geht nicht mehr um die Frage, ob diese vierte industrielle Revolution willkommen ist, sondern ausschließlich darum, wie sie genutzt wird. Behördenwege online abwickeln zu können ist ein wichtiges, aber schmales Segment an Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. Nicht zuletzt nämlich ist Digitalisierung ein Hirnschmalz-Phänomen, sprich es wird das schöpferische Potenzial der Entwickler gebraucht. Für einen Wirtschaftsstandort wie Österreich ist das ein Asset — wenn es genutzt wird. Wenn der Sinterteile-Hersteller Miba an einem „denkenden“ Gleitlager arbeitet, das von sich aus Probleme — etwa wegen Überhitzung — meldet, dann bekommt man eine Vorstellung von den unendlichen Weiten der digitalen Welt.
Aber: Digital erfolgreich unterwegs kann nur sein, wer die bestmögliche Infrastruktur zur Verfügung hat. Was lange der Straßenbau war, heißt jetzt Breitband. Um beim Eingangs-Vergleich zu bleiben: Da ist noch viel staubfrei zu machen.

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