ORF III am Mittwoch: vierteiliger „Quantensprung“-Abend über die Naturgewalten Lawinen, Eis und Schnee

Außerdem: „Heimat Österreich“ mit „Wilde Wasser, steile Gipfel – Das steirische Ennstal“

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 17. Jänner 2018, präsentiert ORF III Kultur und Information zunächst in „Heimat Österreich“ die Dokumentation „Wilde Wasser, steile Gipfel – Das steirische Ennstal“ (20.15 Uhr). Das Ennstal ist seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter. Der Film von Alfred Ninaus zeigt fantastische Landschaften und blickt auf Geschichte und Menschen, die heute im Ennstal naturbewusst leben.

Danach beschäftigt sich ein vierteiliger „Quantensprung“-Abend mit den Gefahren, die von vermeintlich traumhaft verschneiten Winterlandschaften ausgehen können, besonders während der Skisaison. Den Auftakt macht um 21.05 Uhr Andreas Jägers erste Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Quantensprung“ im neuen Jahr, in der der studierte Meteorologe den Naturgewalten Lawinen, Schnee und Eis auf den Grund geht. Gemeinsam mit Ingrid Reiweger vom Institut für Alpine Naturgefahren an der BOKU in Wien fährt er zum steirischen Präbichl und untersucht die verschiedenen Lawinen-Arten und deren Auslöser. Mit dem Schnee-Experten Jan-Thomas Fischer thematisiert Jäger den Unterschied zwischen Kunst- und Naturschnee. In Innsbruck trifft er schließlich den preisgekrönten Chemiker und Wasserspezialisten Thomas Lörting, der in spektakulären Eis-Experimenten u. a. zeigt, warum reinstes Wasser auch bei minus 100 Grad Celsius nicht gefriert – eine abwechslungsreiche Wissenschaftsreise durch die Welt der weißen Naturgewalten.
Um Katastrophen in den österreichischen Alpen geht es in drei Ausgaben von „Quantensprung – Die Doku“, beginnend mit „Galtür – Die Chronik einer Katastrophe“ (21.55 Uhr). Im Jahr 1999 ging im Tiroler Bergdorf Galtür eine „Jahrhundertlawine“ nieder. Mehr als 300.000 Tonnen Schnee begruben Teile des beliebten Wintersportortes. 31 Menschen starben, und das, obwohl die Gemeinde als lawinensicher galt. Die Katastrophe von Galtür führte zu umfangreichen neuen Forschungen über Entwicklung und Wirkung von Lawinen. Der Film von Claudia Ernstreiter, Gerhard Jelinek und Peter Liska rekapituliert die Ereignisse. Ebenfalls von einem Lawinenunglück erzählt die Dokumentation „Blons – Die größte Lawinenkatastrophe der Alpen“ (22.50 Uhr) von Gerhard Jelinek und Sabine Zink. Im Jänner 1954 vernichteten insgesamt 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal. Mehr als 50 Menschen starben unter den Schneemassen. „Kaprun – Inferno im Gletschertunnel“ (23.45 Uhr) handelt schließlich von dem verhängnisvollen Brand im Tunnel der Gletscherbahn Kaprun, der am 11. November 2000 insgesamt 155 Menschen das Leben kostete. Karo Wolm schildert die Chronologie der Ereignisse und hat Hinterbliebene und Einheimische interviewt.

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