Virtual Reality im Kunsthistorischen Museum

FH Oberösterreich Campus Hagenberg mit virtuellem 3D-Modell vom „Haus der Medusa“ zu Gast

Wien (OTS) - Eine ganz besondere Gelegenheit die derzeitige Ausstellung „Das Haus der Medusa. Römische Wandmalerei aus Enns“ zu besuchen bietet sich am 18. und 19. Jänner sowie am 22. und 23. März 2018. An diesen Tagen wird die Forschungsgruppe Playful Interactive Environments der FH Oberösterreich Campus Hagenberg zu Gast sein und ein virtuelles 3D-Studio aufbauen. Sie haben eigens für die Schau eine virtuelle Rekonstruktion des „Hauses der Medusa“ erstellt. Dank des interaktiven 3D-Modells können BesucherInnen durch das Haus „spazieren“. Mittels Zeitleiste wird es möglich sein zwischen den unterschiedlichen Ausstattungsphasen des Hauses zu wechseln und sich ein Bild von den komplexen, einander überlagernden Malereien zu machen. In einem 3D-„Puzzle“ können außerdem die Wandmalerei-Fragmente selbst zusammengesetzt und gleichsam restauriert werden.

In der Ausstellung „Das Haus der Medusa“ im Kunsthistorischen Museum, die in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt entstanden ist, werden derzeit die konservierten und restaurierten Fragmente von drei Ausstattungsphasen eines römischen Wohnhauses gezeigt, die im Rahmen einer Notgrabung geborgen wurden. Fünf große Blöcke und mehr als 60 Holzkisten voll mit einzelnen Fragmentteilen brachten den bislang wohl umfangreichsten und bedeutendsten Fund an provinzialrömischer Wandmalerei in Österreich zutage. Neben der hochqualitativen Malerei zeigt die Schau auch Technologien der Bergung und Restaurierung.

Besonders spannend an diesem Fund ist, dass vier Schichten von Wandmalereien identifiziert werden konnten. Durch Wechsel der Besitzer oder auch der Mode wurde im Abstand von ein paar Jahrzehnten immer wieder neuer Putz mit neuer Malerei aufgetragen. Insgesamt haben sich gleich drei Darstellungen von Medusenhäuptern mit Schlangenhaaren und Flügeln am Kopf erhalten. Das Haupt des schrecklichen Ungeheuers sollte Unheil abwehren. Archäologen gehend davon aus, dass es sich beim sogenannten Haus der Medusa um den einstigen Wohnsitz eines hochrangingen römischen Bürgers handelt.

In römischen Patrizierhäusern waren alle Räume bis hin zur Abstellkammer bemalt, erklärt Georg Plattner, Direktor der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums. "Architekturen wurden an die Wand gemalt, also Säulen, Giebel und Gebälke, mit Ausblicken in scheinbar vorhandene, gemalte Gärten und Landschaften. Wir gehen davon aus, dass die Wandmalerei in der Antike noch einmal mehr Teil der Architektur ist als wahrscheinlich in jeder anderen Epoche der Kunstgeschichte." 

Präsentationstermine:
Do 18.1., 10 bis 21 Uhr
Fr 19.1., 10 bis 18 Uhr
Do 22.3., 10 bis 21 Uhr
Fr 23.3., 10 bis 18 Uhr 

Ort: Kunsthistorisches Museum Wien, Hochparterre, Sonderausstellung „Haus der Medusa. Römische Wandmalerei aus Enns“

Teilnahme frei mit gültigem Museumsticket, keine Anmeldung erforderlich

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