Fixgehalt zu niedrig: 58-Jähriger bekam 8.300 Euro nachbezahlt

AK-Wieser: Handelsangestellter hatte wegen niedrigen Fixums und geringer Provisionen keine Chance auf KV-Mindestgehalt

St. Pölten (OTS) -

Die AK Niederösterreich hat einem Handelsangestellten aus dem Weinviertel zu einer Nachzahlung verholfen, der monatelang unter dem kollektivvertraglichen Mindestgehalt bezahlt wurde. Sein Arbeitgeber hatte versucht, den Kollektivvertrag mit einer unfairen Provisionsregelung zu umgehen. Er hatte dem Mann 600 Euro weniger bezahlt als das KV-Mindestgehalt, die Differenz sollte der 58-Jährige über Provisionen dazuverdienen. Die waren dafür viel zu niedrig. „Der Arbeitnehmer bekam nun 8.300 Euro nachbezahlt“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Mangelndes Engagement konnte man dem 58-jährigen Weinviertler sicher nicht nachsagen. In seinem ersten Arbeitsjahr stellte der Handelsangestellte im Außendienst für seinen Arbeitgeber Aufträge im Ausmaß von gut 200.000 Euro auf – und das, obwohl er sich seinen KundInnenstamm selbst aufstellen musste.

Für ihn zahlte sich das aber nicht aus. Sein Fixum war zuletzt auf 1.621 Euro brutto angesetzt. Das sind um mehr als 600 Euro weniger als der Kollektivvertrag als Mindestgehalt vorsieht. Der Betroffene hatte trotz der vielen Aufträge, die er für das Unternehmen besorgte, keine Chance, die fehlenden 600 Euro über Provisionen zu verdienen.

Überdies ließ die Firma nach einem Jahr den befristeten Arbeitsvertrag mit dem Mitarbeiter einfach auslaufen. Er ersuchte daher die AK Niederösterreich um Hilfe. Rasch wurde klar: Die Entlohnung verstieß gegen den Kollektivvertrag für Handelsangestellte. Fixum und garantierte Provisionen zusammen müssen mindestens so hoch sein wie das kollektivvertragliche Mindestgehalt. Unterschreiten dürfen sie es nicht. Zugunsten des Handelsangestellten forderte die AK die Differenz ein: Knapp 8.300 Euro erhielt der 57-Jährige.

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