Kärnten: Größtes Mietsenkungsprogramm bringt Entlastung für Tausende Kärntnerinnen und Kärntner

LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Rund 6.900 Haushalte profitieren von Mietensenkungen im geförderten Wohnbau – Leistbares Wohnen kommt direkt beim Mieter an

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung informierten heute, Mittwoch, im Rahmen einer Presskonferenz, Landeshauptmann Peter Kaiser und Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig mit Vertretern der Gemeinnützigen Bauvereinigungen über Mietsenkungen seit dem Jahr 2013 bzw. seit 2018 bei den Gemeinnützigen Wohnbauträgern.

   „Unterstützung für die Kärntnerinnen und Kärntner bei ihrem Wunsch nach den eigenen vier Wänden, das ist mir ein Herzensanliegen. Denn, leistbares Wohnen ist ein fundamentaler Grundstein für ein leistbares Leben. Der Gemeinnützige Wohnbau ist der Hebel und Garant für Preisstabilität auf den Wohnungsmarkt“, betonte der Landeshauptmann. Seitens der Kärntner Landesregierung wurden  im Regierungsprogramm 2013 alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Kärntnerinnen und Kärntner, gerade im Mietbereich, Erleichterungen zu verschaffen: Nun könne man der Kärntener Bevölkerung Mietpreissenkungen mit dem erklärten und erreichten Ziel von mindestens einem Euro Ersparnis pro Quadratmeter, endlich weitergeben. „Allein 2018 werden in zusätzlich mehr als 4.000 Haushalten massive Reduzierungen des Quadratmeterpreises spürbar sein. Damit sparen sich die Mieterinnen und Mieter bis zu über 2000 Euro im Jahr, können wir viele Familien nachhaltig entlasten“, so der Landeshauptmann.

   Durch gezielte Maßnahmen seitens der Regierung konnten von 2013 bis 2018 insgesamt für 6.899 Wohneinheiten von gemeinnützigen Wohnbauträgern, Mietpreissenkungen erreicht werden. Das geschah durch drei Ansätze: Einer Laufzeitverlängerung der Darlehenskredite; Mietensenkungen über die Inanspruchnahme einer vorzeitigen begünstigten Rückzahlung; Den Einsatz von Eigenmitteln und die Weitergabe von günstigen Kreditkonditionen. Das erklärte Ziel der Landesregierung, eine durchschnittliche Finanzierungsmiete unter drei Euro pro m² als Standard zu etablieren, wurde damit erreicht. Im strukturschwachen ländlichen Raum fallen die Finanzierungsmieten auf durchschnittlich 2,55 Euro/m².

   Laut Schaunig hat Kärnten nach dem Burgenland die geringsten Nettomietkosten. „Sie liegen im Burgenland bei 4,20 Euro pro pro m² und in Kärnten bei 4,30 Euro pro m²“, gab Schaunig bekannt. Auch im neuen Wohnbauförderungsgesetz habe man Möglichkeiten geschaffen, um Mietensenkungen für die Kärntnerinnen und Kärntner sicherzustellen. „So haben wir mit 2018 die Möglichkeit einer vorzeitigen begünstigten Rückzahlung für Wohnbauförderungskredite von gemeinnützigen Bauträger nach dem WBF-Gesetz 1984 festgelegt“ führte die Wohnbaureferentin aus.

   Durch die neuerliche Mietensenkung 2018 wird der vormalige Höchstmietpreis im gemeinnützigen Wohnbau Kärnten von 5,07 bis 5,38 Euro/m², auf 2,70 Euro bis 2,87 Euro/m² gesenkt. Bei einer durchschnittlichen Wohnnutzfläche von 70m² ergibt sich dadurch eine Ersparnis von 1.990,80 bis 2.108 Euro pro Jahr für die Mieterinnen und Mieter. Schaunig führte dabei die Wohnanlage der Neuen Heimat in der Martin-Hosp-Straße in Völkermarkt bzw. jener in der Franz Jonas Straße in Klagenfurt an „Die Mietsenkung ging in Völkermarkt von 4.70 Euro auf  2,78 Euro bzw. in Klagenfurt von 4,98 Euro auf 3,06 Euro herunter.

   Schon bei einer vorsichtigen Schätzung, von einer Ersparnis von einem Euro pro Quadratmeter und einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 70m², bleiben den Kärntnerinnen und Kärntner durch die erwähnten Maßnahmen zur Mietensenkung in den 6.899 Wohneinheiten, rund 5,8 Millionen Euro pro Jahr mehr im „Börserl“.

   Wichtigste Preisbremse am Mietensektor ist und bleibt der gemeinnützige Wohnbau. Über das Wohnbauprogramm des Landes Kärntens wurden seit 2013 kärntenweit rund 3.100 Wohneinheiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 480 Millionen Euro gefördert, dazu kommen noch bereits genehmigte Bauvorhaben im Umfang von 1.345 Wohnungen und 224 Millionen Euro Gesamtbaukosten. „Das System des gemeinnützigen Wohnbaus stellt sicher, dass Gelder ausschließlich der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft zugeführt werden und Mieten leistbar gestaltet werden und es auch bleiben“, erklärte Kaiser.

   Im Jahr 2019 erreichen über 3.400 Wohneinheiten das 21. Jahr, in denen eine Mietensenkung notwendig wird. „Eine Umsetzung dieser nächsten Mietsenkung muss ein selbstverständliches Ziel des kommenden Regierungsprogrammes sein“, betonten Kaiser und Schaunig. Insgesamt hätten dann in den Jahren 2013 bis 2019, über 10.000 Haushalte von Mietensenkungen im gemeinnützigen Wohnbau profitiert.

   Positiv reagierten auch die Vertreter der Wohnbauträger. Helmut Manzenreiter (Meine Heimat) gab bekannt, dass sich die Mieter in den 8.615 Wohnungen der Meine Heimat gegenüber dem Preisniveau am Privatsektor jährlich 28,2 Millionen Euro ersparen. „Das Geld wird wieder in den Wohnbau investiert und jeder Euro Förderung kommt den Mietern zu Gute“, so Manzenreiter. Wolfgang Ruschitzka, (Landeswohnbau Kärnten) erklärte, dass der Landeswohnbau immer bemüht sei, günstige Grundstücke zu erwerben. „Alle finanziellen Begünstigungen geben wir 1:1 an die Mieter zurück.“ Daniela Sampl-Lutz (Kärntner Siedlungswerk)  sieht in den Mietsenkungen die Chance, dass im ländlichen Raum die Abwanderung gestoppt werden könne. Wolfram Stöby, (Fortschritt) begrüßt das Mietsenkungsprogramm, da es in die richtige Richtung gehe. Günther Kostan (Vorstädtische Kleinsiedlung) lobte das neue detaillierte Wohnbauförderungsgesetz. „Die gemeinnützigen Wohnbauträger wurden angehört und unserer Vorschläge flossen in ihm ein.“ Neben der Mietsenkung sei es ein Ziel aller gemeinnützigen Wohnbauträger seit Jahren, alle Kosten (Betriebskosten, Wartungskosten…) für die Mieter leistbar zu machen.

  Angelika Fritzl, (Abteilung 2 - Finanzen, Beteiligungen und Wohnbau) wies auf die kontinuierlichen Programme zur Mietensenkung hin, die bereits mit 2013 zu einer ersten Reduzierung der Finanzierungsmiete geführt haben. Über die neuerliche Reduzierung ergibt sich nun ein Durchschnittspreis von 2,70 pro Quadratmeter. Außerdem profitieren Mieterinnen und Mieter auch von dem neuen Wohnbauförderungsgesetz 2017, in dem die Möglichkeit geschaffen wurde auch Mietensenkungen für Wohneinheiten betreffend das WBF-Gesetz 1984 zu verankern.

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