AMS: 604.000 Jobsuchende fanden 2017 Arbeit, 19.000 mehr als 2016

Mehr als zwei Drittel bereits innerhalb von drei Monaten wieder im Job – Deutlich mehr Ältere vermittelt

Wien (OTS) - Der starke Konjunkturmotor der vergangenen Monate zeigte kräftige Auswirkung am Arbeitsmarkt: Mehr als eine halbe Million jobsuchender Menschen gelang mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice (AMS) die Rückkehr in die Beschäftigung. Insgesamt 604.356 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer fanden im Jahr 2017 einen neuen Arbeitsplatz, um 18.928 Personen oder 3,2 Prozent mehr als 2016.

„Die Jobsuche dauerte für unsere Kundinnen und Kunden nach Beginn der Arbeitslosigkeit bzw. nach Ende einer AMS-Schulung nur kurz: 67 Prozent der Arbeitslosen fanden bereits innerhalb von drei Monaten wieder einen Arbeitsplatz. Für 20 Prozent dauerte die Jobsuche drei bis sechs Monate, für neun Prozent bis zu einem Jahr, für vier Prozent länger“, erklärte Johannes Kopf, Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice (AMS).

Nach Branchen betrachtet gab es den absolut und relativ stärksten Zuwachs bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (93.468/plus 5.912/plus 6,8%) sowie in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen (31.643/plus 3.123/plus 11%) und Herstellung von Waren (49.899/plus 1.645/plus 3,4%). In Wien (plus 6,9%), Oberösterreich (plus 5,1%), Niederösterreich (plus 4%) und im Burgenland (plus 3,6%) lag die Zahl der Arbeitsaufnahmen über dem Bundesschnitt.

Deutlich mehr Ältere wieder in Beschäftigung 30,6 Prozent der Jobsuchenden, die im Vorjahr die Rückkehr in den Arbeitsmarkt geschafft haben, waren bereits 45 Jahre oder älter. „Diese Zahlen widerlegen das immer wieder gehörte Vorurteil, dass ältere Menschen überhaupt keine Chancen mehr am Arbeitsmarkt hätten. Insgesamt 185.009 Über-45Jährige fanden 2017 wieder einen Job, das waren um 10.977 oder 6,3 Prozent mehr als noch 2016", erklärte Kopf. Nach Ausbildung betrachtet gab es den absolut und relativ stärksten Zuwachs an Arbeitsaufnahmen bei Menschen mit akademischer Ausbildung (plus 8,8%) und höherer Ausbildung (plus 6,8%).

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