Verband pro-tier: Tierschutz empört über Kickls berittene Polizei

Die Pläne von Innenminister Kickl, eine berittene Polizei einzusetzen, führen bei TierschützerInnen im ganzen Land zu Unverständnis und Empörung.

Es ist unverständlich, warum die FPÖ, die sich bisher sogar für bessere Bedingungen für Fiakerpferde eingesetzt hat, nun noch mehr der Tiere in die Stadt bringen will. In einer hektischen Großstadt wie Wien gibt es viele potentielle Stresssituationen, es ist niemals ausgeschlossen, dass doch eines der Tiere durchgeht und dabei sich selbst oder andere verletzt. Pferde sollten nicht in der Stadt und schon gar nicht bei Polizeieinsätzen dabei sein.
Harald Hofner, Präsident pro-tier

Wien (OTS) - Vor kurzem hat der neue Innenminister Kickl die Diskussion neu eröffnet, ob Pferde in Wien bei der Polizei eingesetzt werden sollen. Insbesondere bei Demonstrationen und Großveranstaltungen sollen die Pferde deskalierend wirken.

Pferde sind Fluchttiere. Bei lauten Geräuschen erschrecken sie leicht und wollen fliehen. Diesem Instinkt wird bei der Ausbildung der Tiere entgegengewirkt, indem sie unter anderem auf laute Situationen trainiert werden. Artgerecht ist das allerdings nicht, die Tiere vorsätzlich in Angst zu versetzen widerspricht sogar dem Tierschutzgesetz. Gerade bei Demonstrationen und Veranstaltungen ist es oft laut, es gibt Musik und Megaphone. Die sensiblen Tiere werden also vorsätzlich in eine Situation gebracht, die für sie höchsten Stress bedeutet und daran gehindert, ihrem Fluchtinstinkt nachzugeben. TierschützerInnen versuchen schon seit Jahren, Pferde, wie etwa die Fiaker, aus der Stadt in ein artgerechteres Leben zu bekommen.

Harald Hofner, Präsident pro-tier: „Es ist unverständlich, warum die FPÖ, die sich bisher sogar für bessere Bedingungen für Fiakerpferde eingesetzt hat, nun noch mehr der Tiere in die Stadt bringen will. In einer hektischen Großstadt wie Wien gibt es viele potentielle Stresssituationen, es ist niemals ausgeschlossen, dass doch eines der Tiere durchgeht und dabei sich selbst oder andere verletzt. Pferde sollten nicht in der Stadt und schon gar nicht bei Polizeieinsätzen dabei sein.“

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