„DOKeins“-Premiere: Preisgekrönter Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“

Neue Ansätze zur Rettung unseres Planeten – am 10. Jänner um 20.15 Uhr in ORF eins

Wien (OTS) - „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ nannten die französische Schauspielerin Mélanie Laurent, bekannt aus dem Tarantino-Oscar-Hit „Inglourious Basterds“, und ihr Landsmann und politischer Aktivist Cyrill Dion ihr beeindruckendes gemeinsames Filmprojekt. Die 2016 mit dem César als beste Dokumentation ausgezeichnete Produktion – als „DOKeins“-Premiere am Mittwoch, dem 10. Jänner 2018, um 20.15 in ORF eins zu sehen – beschäftigt sich mit möglichen neuen Ansätzen, um den ökologischen Kollaps unseres Planeten aufzuhalten. Initialzündung für ihren Film war ein Artikel der Zeitschrift „Nature“ über eine Studie, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt. Laurent und Dion wollten sich mit diesem Horrorszenario nicht abfinden. Schnell war ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machten sich die beiden auf den Weg, sprachen mit Experten und besuchten weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie fanden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für die Zukunft der Menschheit geben kann.

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Fairtrade-Produkte, Secondhand-Shops und biologische Ernährung sind nur der Anfang von dem, was die beiden Filmemacher Cyril Dion und Mélanie Laurent in ihr Abenteuer treibt. Die Konzepte dahinter sind klar, aber sie scheinen nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein zu sein. Was also ist es, das uns vor dem Zusammenbruch der Ökosysteme retten kann?

Laurent und Dion machen sich auf den Weg zu Projekten, bei denen erstaunlich progressiv wirkende Ideen bereits in die Realität umgesetzt worden sind und die nur darauf warten, mehr Menschen zu mobilisieren. Schnell wird klar: Vieles muss sich verändern, damit ein markant anderes Leben und Wirtschaften möglich ist. Soll sich etwa die Landwirtschaft verändern, müssen auch andere entscheidende Bereiche unseres Lebens umgekrempelt werden. Ihr Projekt führt die zwei Filmschaffenden und ihr Team durch neun Länder: Frankreich und La Réunion, Dänemark, Finnland, Indien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Schweden und Island. Dort treffen sie beeindruckende Menschen und erleben andere wirtschaftliche und soziale Systeme.

Das Filmteam besucht etwa Rob Hopkins von der Bewegung „Cities in transition“. Das Ziel: die Abhängigkeit vom Erdöl bis zum Jahr 2050 zu reduzieren. Zunächst verwandelte Hopkins seine Stadt Totnes in Devonshire, England, in ein „Experimentierfeld des Übergangs“. Als Ausbildner für Permakultur begann er, die Gemeinschaftsgärten in der gesamten Stadt zu vervielfachen, indem er die Besitzer von Parzellen ermutigte, sie denjenigen zu überlassen, die keine haben. Seine Bewegung war so erfolgreich, dass sie sogar wirtschaftliche Auswirkungen hatte. Totnes schuf eine eigene lokale Währung, den Totnes Pound, der von Dutzenden von Händlern in der Innenstadt angenommen wird und dadurch erlaubt, den Wohlstand zu verlagern. Aus dem „Experimentierfeld“ hat sich inzwischen eine Bewegung von fast 1.200 weltweiten Initiativen in den Bereichen Energie und Verkehr entwickelt.

Neben den vorgestellten Projekten sprechen Cyril Dion und Mélanie Laurent auch mit Ökonomen und Persönlichkeiten – etwa mit der indischen Aktivistin Vandana Shiva. Seit mehr als 30 Jahren widmet sie sich dem Kampf für Nahrungsmittelsouveränität sowie der Verteidigung der Artenvielfalt in all ihren Formen. In Frankreich wurde sie für ihre heftigen Angriffe gegen die Biotechnologie bekannt, deren genmanipulierte Organismen maßgeblich das Schicksal der Bauern in Indien beeinflussen.

Aufgeteilt in fünf Kapitel, behandelt die filmische Reise die großen Themenfelder Landwirtschaft, Energie, Geldwirtschaft, Demokratie und Bildung anhand von Gesprächen mit ausgewählten Personen, die anschaulich Auskunft über das Wesen diverser Vorzeigemodelle geben. „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ macht Zusammenhänge erkennbar, die Bürgerinnen und Bürger auf aller Welt – und dabei vor allem Politiker und Unternehmer – begreifen und danach handeln sollten, damit menschliches Leben auf der Erde auch in den nächsten 50 bis 100 Jahren ohne existenzielle Katastrophen möglich ist.

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