AK Direktor Klein begrüßt Klarstellung der Sozialministerin

Zugriff auf Vermögen von Langzeitarbeitslosen käme einer 100%igen Erbschaftssteuer gleich

Wien (OTS) - Sozialministerin Beate Hartinger-Klein hat heute im Morgenjournal bestätigt, dass für sie bei der Umgestaltung des Arbeitslosengeldes ein Zugriff auf das Vermögen von Langzeitarbeitslosen nicht in Frage komme. Dieses Bekenntnis der Sozialministerin wird von AK Direktor Christoph Klein nachdrücklich begrüßt, wenn auch noch keine weiteren Details der von der Regierung angekündigten Reform des Arbeitslosengeldes vorliegen.
Der Grund von Langzeitarbeitslosigkeit liegt häufig darin, dass Betriebe nicht bereit sind, ältere Arbeitsuchende – die oft auch gesundheitlich beeinträchtigt sind – einzustellen. „Österreich darf gegenüber diesen Menschen nicht in die Hartz IV-Falle tappen“, sagt Klein. „Wenn ArbeitnehmerInnen sich in einem langen Arbeitsleben ein bescheidenes Vermögen aufgebaut haben, etwa eine Eigentumswohnung, ein Auto, ein Sparbuch, ist es nicht akzeptabel, sie und ihre Kinder und Enkel mit dem Zugriff auf dieses Vermögen für eine fast immer unverschuldete Langzeitarbeitslosigkeit zu bestrafen. Auch wenn Menschen langfristig auf Sozialtransfers angewiesen sind, darf man sie keiner 100%igen Erbschaftssteuer unterwerfen“, so Klein weiter. „Das würde die ungleiche Vermögensverteilung in Österreich nur weiter verschärfen.“

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Miriam Koch
+43 1 50165 - 12893
miriam.koch@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001